Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Die Burg Welterode öffnete ihre Pforten

whatsapp shareWhatsApp

Die Burg Welterode öffnete ihre Pforten

Die neuen Burgherren luden zum ersten Burgfest

Erstmals standen sie offen - die schmiedeeisernen Pforten der Burg Welterode. Knapp 500 geladene Gäste aus Eitorf und Umgebung wurden am vergangenen Sonntag auf der langen, kopfsteingepflasterten Zufahrt empfangen von einer Burgdame. Sie führte vorbei an einem Dudelsackspieler und Feuer-Jongleur zur goldenen Königin auf Stelzen. Diese öffnete ihre goldenen Flügel und gab den Blick frei auf die prächtige Burg. Dort erwarteten der neue Burgherr, der Deutsch-Indonesier, Sebastian Tohir Dayun Bourmann, und seine Lebensgefährtin, Sandra Olivella, die Gäste mit einem bezaubernden Programm aus indonesischen und deutschen Elementen. Es war das erste Burgfest auf der Burg Welterode.

Unter dem Motto "Unsere Pforten öffnen sich" feierte der neue Eigentümer nicht nur Einweihung auf dem herrschaftlichen Anwesen aus dem 13. Jahrhundert, sondern auch die Übernahme des Hauses Sonnenschein und des Traditions-Cafés Krey in Hennef-Blankenberg. Beide werden von den bisherigen Inhabern weitergeführt. Insbesondere das Haus Sonnenschein soll künftig aber auch der Bewirtung der Hochzeitsgäste dienen. Denn auf der Burg kann bald geheiratet werden. Nach Abstimmung mit der Gemeinde wird im Erdgeschoss ein Trauzimmer eingerichtet. Eine weiße Kutsche und eine weiße Stretch-Limousine stehen nach der Trauung zur Weiterfahrt bereit.

Einen Vorgeschmack davon, was auf der Burg künftig alles geplant ist, etwa ein Weihnachtsmarkt, gab es beim Burgfest, dessen Programm von Michael Büttgen, bekannt unter dem Künstlernamen "Linus" moderiert wurde. Aus dessen Kölner Antiquitätenläden hat der Burgherr die Einrichtung für die Burg. "Er kam zu mir und sagte, er brauche ganz viele alte Möbel, er habe eine Burg gekauft. 'Eine Burg gekauft - alles klar' dachte ich mir", verriet der langjährige Moderator der Talentprobe. Dass der neue Burgherr, "ein ganz normaler Mensch wie du und ich ist", wie Linus sagte, zeigte sich bei der Begrüßung, bei er und seine Lebensgefährtin den Gästen schlicht viel Spaß wünschten, ohne lange Reden zu halten.

Beim Programm gab es eine spannende Klammer zwischen der deutschen und der indonesischen Kultur. Nach indonesischen Tänzen der Gruppe "Wisuma kusuma" bei Leckereien vom Grill und alkoholfreien Getränken ging es zur großen Bühne hinter den Burggraben. Dort präsentierte das indonesische Erwin Gutawa Orchestra und die Künstler Vadi Akbar, Gita Gutawa, Woro Mustiko Siri und Sandhy Sondoro ein mit Video-Installationen untermaltes exotisches Programm. Danach spielte das 53-köpfige Projekt-Orchester "Camerata Louis Spohr" aus Düsseldorf unter Leitung von Bernd Peter Fugelsang die Sinfonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt" von Antonin Dvorak. Den krönenden Abschluss bildete ein Feuerwehr, das die Burg in ein grandioses Licht tauchte. (ins)

Ort
Veröffentlicht
18. September 2019, 07:45
Autor
whatsapp shareWhatsApp