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Der Ökumenische Ambulante Hospizdienst

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Windeck/Eitorf informiert:

Was machen eigentlich die „ehrenamtlichen Begleiter" vom Hospizdienst?

Der November lenkt mit „Allerheiligen", „Allerseelen" und dem „Ewigkeitssonntag" den Blick auf das Thema Sterben und Tod. Es wird viel über die sogenannte „Sterbehilfe" diskutiert, der deutsche Bundestag hat sich des Themas angenommen, und viele Redner haben gefordert, die Palliativ-Medizin und die Hospizarbeit zu stärken, bevor über „Sterbehilfe" nachgedacht wird.

Wir vom Hospizdienst möchten darum gerade jetzt auf die Möglichkeiten hinweisen, die kostenfreien „Dienste" des ambulanten Hospizdienstes in Form einer Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden in Anspruch zu nehmen, d.h., diesen Menschen zu helfen, ihren Lebensweg in Würde zu Ende zu gehen, unabhängig von Herkunft, Glaube und persönlichen Überzeugungen. Die Hospizidee steht dafür, das Sterben als einen Teil des Lebens anzunehmen und jedem Menschen sein eigenes Sterben zu ermöglichen.

Die Besuche sollen auch Hilfe und Entlastung für die Angehörigen sein, die in ihrer Pflege häufig an ihre Grenzen kommen und über jede Erleichterung froh sind, sei es auch nur für ein, zwei Stunden. Weiterhin wird angeboten, nach einem Todesfall mit der Trauer nicht allein zu bleiben, sondern sich mit ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleitern auszusprechen und auszutauschen und Trost zu suchen. Sterbebegleitung und Trauerbegleitung ergänzen sich, wir bieten mit unserem ambulanten Hospizdienst beides an.

Sprechen wir mit Susanne B., eine der Begleiterinnen des Hospizdienstes

Wie kann man in die Hospizarbeit einsteigen?

„Als ich davon hörte, dass der Hospizdienst Mitarbeiter sucht, habe ich zunächst gezögert und mich gefragt, ob ich für eine solche Begleitung geeignet sei. Aber dann erschien mir diese Aufgabe sinnvoll und sehr wichtig, und so meldete ich mich für den angebotenen Vorbereitungskurs an. Der Vorbereitungskurs zur ehrenamtlichen Begleiterin hat mir die Augen geöffnet für das Thema Sterben, das man ja so gerne verdrängt, und die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat mir auch persönlich viel gegeben, weil die Gespräche in der Gruppe doch sehr in die Tiefe gegangen sind."

Wie wird eine Begleitung vermittelt?

„Die Koordinatorin unseres Hospizdienstes, Frau Sigrid Mandt, macht bei Anfragen nach einer Begleitung den Erstbesuch und überlegt dann, wer von uns ehrenamtlichen Begleitern und Begleiterinnen für diesen Fall gut passen könnte."

Wie ergeht es Ihnen bei den Besuchen bei Schwerkranken oder Sterbenden?

„Bei den meisten meiner Begleitungen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich nach anfänglichen Unsicherheiten gute und interessante Gespräche ergaben, dass man auch gemeinsam lachen konnte, natürlich auch gemeinsam weinen und auch gemeinsam schweigen. Wenn ein guter Kontakt hergestellt war, war es auch keine Schwierigkeit, eine Weile die Hände zu halten. Die pflegenden Angehörigen waren immer sehr dankbar, wenn sie in den Stunden meines Besuches für ihre eigenen Bedürfnisse entlastet waren. Die Besuche erfolgten in der Regel einmal die Woche, wenn es auf das Sterben zuging, auch häufiger.

Ich persönlich finde es sehr gut, dass neben den Pflegediensten, den Hausärzten und den Geistlichen der Hospizdienst mit dabei hilft, dass Schwerkranke und Sterbende nicht nur zu Hause sterben können, sondern auch bis zuletzt in Frieden leben können."

Das Büro des ökumenischen ambulanten Hospizdienstes Windeck/Eitorf (Telefon 02243 - 9170650) ist die zentrale Anlaufstelle mit regelmäßigen Sprechzeiten der Koordinatorin Frau Sigrid Mandt: dienstags und donnerstags von 8.45 - 10.45 Uhr; das Büro befindet sich im Klosterhof 5 in 51570 Windeck-Herchen (neben dem „Siegtaler Hof"). Außerhalb der Bürozeiten nimmt ein Anrufbeantworter, der täglich abgehört wird, das Gespräch an. Im Frühjahr 2017 beginnt ein neuer Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Begleiter. Informationen und Anmeldung telefonisch oder zu den oben angegebenen Zeiten persönlich im Büro.

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
11. November 2016, 00:00
Autor
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