Sag uns, was los ist:

50. Herbstwanderung der Männerriege vom 2. bis 9.Mai auf den Azoren Turnverein 1894 Eitof e.V. Die Jubiläumswanderung der Männerriege fand nicht im Herbst statt, sondern im Mai. Nicht heimatnah - sondern weit weg auf St. Miguel, einer der neun Inseln des zu Portugal gehörenden Azoren Archipels. Dort soll wandern möglich sein? Fragt sich wohl jeder. Wir - Wilfried Schmidt, Reimund Welteroth, Hans Peter Barrig, Walter Keuenhof und Axel Claus sen. - kannten die Antwort. Ja, es ist möglich und wie! Wir hatten mit Jochen Röttig und Manfred Zaude zwei Kundschafter vorgeschickt, die uns das bestätigt hatten und wieder dabei waren. Unsere Wanderführerin Petra Hillebrand, eingewanderte Deutsche aus Brunsbüttel, hatte schöne und auch harte Wanderungen im Angebot. Mittags gab es jeweils eine Rast mit einheimischem Essen und Wein - den gab es auch, und er war eine Freude. Zu den Wanderungen wurden wir mit einem kleinen Bus am "Hotel Antillia" in Ponta Delgada, der Hauptstatt der Insel, abgeholt und auf dem guten Straßennetz - es gab schöne alte Landstraßen und moderne, autobahnähnliche Schnellstraßen- zu den Startpunkten gefahren. Die Wanderungen waren anspruchsvoll, viele Aufs und Abs, thematisch geordnete alte Mühlen in Tälern zum Meer, Vulkanismus, die Insel San Miguel z.B. hat viele Stellen mit noch tätigem Erdinneren, heißes Wasser sprudelt an manchen Ecken, in manchen Seen. Ein Höhepunkt war der See von Furnas. In den heißen Erdspalten wurde an einer bestimmten Stelle ein besonderes Gericht - Cozido - gekocht ("Gekochtes" heißt es übersetzt) wir haben es probiert und es war ausgezeichnet. Den See von Furnas, den wir umrundeten, ist von einer gepflasterten Straße umgeben. Ein Herrenhaus mit einer Kirche gibt es, und einen alten, mit herrlichen Bäumen und Pflanzen (Blumen) bestückten Park - Terra Nostra, mit dem größten Thermalbad Europas. Natürlich ließen es sich einige von uns nicht nehmen in dem "senfgelben" ca. 38 Grad heißen Wasser zu baden. Es war einfach toll und es fühlte sich sehr gesund an - wie ein Jungbrunnen. Schließlich gab es zwei freie Tage ohne Programm. Am zweiten verschaffte unsere Führerin bei einer Inselrundfahrt einen guten Gesamtüberblick über die Insel und seine Geschichte. (Pro Kopf Einkommen ca. 600 Euro p.M.) Den 2. freien Tag nutzten 6 von uns zu einem Whalewatchin. Die See war auf der Hinfahrt recht ruhig, zurück spritzte die Gischt ins Gesicht. Einige Wale konnten gesichtet und fotografiert werden. Zwei Wanderer wanderten zur Hauptkirche- es war Sonntag- um einen Gottesdienst zu besuchen, eine interessante Erfahrung. Fazit: Ein dem Jubiläum angemessene Tour, für deren reibungslose Durchführung wir Manfred Zaude und dem Reisebüro Wisser sehr dankbar sind.
mehr