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Unwetter in Westfalen löst Katastrophenalarm aus

(ots) - In Teilen Nordrhein-Westfalens ist es durch

Regenfälle zu massiven Überflutungen gekommen. Am stärksten betroffen

von den Starkregenfällen und Starkwinden waren die Regierungsbezirke

Münster und Detmold und hier besonders die Kreise Steinfurt und

Borken sowie die Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe. Am

Donnerstagnachmittag gab es gegen 15.00 Uhr eine amtliche

Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Seit heute (27.08.),

14.07 Uhr hat der Deutsche Wetterdienst die Warnung aufgehoben. Das

erklärte das Innenministerium in Düsseldorf.

Bei den rund 4.000 witterungsbedingten Einsätzen in dem

Regierungsbezirken Münster und Detmold handelte es sich fast

ausschließlich um Schäden durch lang anhaltende Regenfälle wie

überflutete Keller und übergelaufene Regenrückhaltebecken. In Ahaus

und Steinfurt fielen die Kläranlagen aus. In Bad Salzuflen entstanden

zusätzlich Sturmschäden, wie abgedeckte Dächer und entwurzelte Bäume.

Deutliche Verkehrsbehinderungen gab es im ganzen Einsatzgebiet durch

Sperrung überfluteter Fahrbahnen und Bahnstrecken. Besonderes

Augenmerk wird derzeit auf möglicherweise noch ansteigende Flusspegel

gelegt.

Die Krisenstäbe der Bezirksregierungen Münster und Detmold sowie

die Einsatzleitungen der Kreise Steinfurt und Borken koordinieren die

Arbeit der Rettungskräfte. Im Einsatz sind seit gestern inzwischen

mehr als 4.200 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr sowie

zahlreiche Hilfsorganisationen und technische Einheiten der Polizei.

Davon kommen im Regierungsbezirk Münster insgesamt ca. 2.400

Einsatzkräfte zum Einsatz (Kreis Steinfurt ca. 1.600, Kreis Borken

ca. 800) und im Regierungsbezirk Detmold ca. 1.800 Hilfskräfte (davon

u.a. ca. 720 im Kreis Minden-Lübbecke und ca. 440 im Kreis Herford).

Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurden aus dem ganzen

Land Einheiten der überörtlichen Hilfe mobilisiert.

"Die Feuerwehren in NRW haben auch bei dieser Unwetterlage wieder

einmal gezeigt, dass sie gut organisiert und auch solchen

kurzfristigen Spitzenbelastungen gewachsen sind", lobte Innenminister

Ralf Jäger.

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Veröffentlicht
27. August 2010, 13:41
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