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Stadtmitte - Festnahme nach Verkehrsunfallflucht - Polizei geht Berufsverbrecher ins Netz - Ermittlungen zu weiteren Straftaten in Düsseldorf, dem Umland und den Niederlanden dauern an - Haftrichter

(ots) - Ihre Berichterstattung von heute

Ein Tag nach der spektakulären Festnahme eines Unfallflüchtigen gestern Mittag auf der Bismarckstraße steht fest, den Beamten ist hierbei ein professioneller Autodieb ins Netz gegangen, der für zahlreiche Straftaten verantwortlich zu sein scheint. Im Fokus stehen derzeit mindestens vier Pkw-, zahlreiche Kennzeichendiebstähle sowie Verdeckungsbrände in Düsseldorf und den Niederlanden. Der 36-Jährige wird noch heute dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

Nach vier Verkehrsunfällen, die der Fahrer teils bewusst verursachte, einer kurzen Flucht zu Fuß und Widerstandshandlungen gegen die festnehmenden Beamten, endete gestern die Verfolgung eines 36-jährigen Mannes, der im Verdacht steht, zahlreiche Kfz-Delikte begangen zu haben. Derzeitigen Ermittlungen zur Folge steht der im Kreis Mettmann gemeldete und erst im Mai aus der Haft entlassene Drogenkonsument im Verdacht, seit Ende Juli mindestens vier Pkw (zwei Volvo, ein Golf und ein Audi) und sechs Kennzeichenschilder entwendet zu haben. Die beiden Volvos wurden anschließend am Unterbacher See bzw. im niederländischen Heerlen ausgebrannt aufgefunden. Es ist davon auszugehen, dass die Fahrzeuge jeweils entwendet wurden, um mit ihnen andere Straftaten der Eigentums- und Betäubungsmittelkriminalität zu begehen. Die Ermittlungen diesbezüglich dauern an. Der bei den Unfällen benutzte Audi A7 war am Dienstag, 5. November, auf der Pinienstraße entwendet worden. Das Fahrzeug befand sich in einer Werkstatt und wurde samt Originalschlüssel gestohlen. Auch bei den anderen, bekannt gewordenen Pkw-Diebstählen ging der Tatverdächtige derart vor, dass er sich zunächst der Fahrzeugschlüssel bemächtigte (in Autohäusern, Werkstätten oder Schwimmbädern). In einem Fall, am 27. Juli dieses Jahres, entwendete er einen VW Golf von einem Parkplatz am Unterbacher See. Auch hier kam es später zu einer Verkehrsunfallflucht, bei der ebenfalls niemand verletzt, der 36-Jährige aber eindeutig als Fahrer identifiziert wurde. Kennzeichen zur Tarnung der entwendeten Autos wurden im Rhein-Kreis-Neuss, im Kreis Mettmann, in Wuppertal und im Ruhrgebiet geklaut. Der Tatverdächtige schweigt sich zu den Vorwürfen aus, gibt bislang keine Hinweise auf vermeintliche Mittäter und lässt sich anwaltlich vertreten. Er wird heute Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

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Veröffentlicht
20. November 2013, 14:23
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