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Bundespolizei bewies Spürsinn

(ots) - Am Samstag wurde ein 24-jähriger, albanischer

Fluggast nach seiner Einreise aus Athen kommend am Flughafen

Düsseldorf von der Bundespolizei kontrolliert. Er legte seinen

albanischen Reisepass vor. Die Bundespolizisten erkannten sofort,

dass eine Seite im Pass verfälscht worden war. Auch das Schengenvisum

wurde als Fälschung erkannt. Während der Personenkontrolle ging ein

weiterer Reisender an ihm vorbei und tuschelte ihm Worte zu, was die

Beamten als Verhaltensanweisung deuteten. Daraufhin wurde auch bei

dieser Person der Reisepass überprüft.

Auch in diesem albanischen Reisepass des 48-Jährigen Reisenden

erkannten die Beamten sofort Fälschungsmerkmale am Pass sowie an dem

Schengenvisum. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sich beide Personen

kannten. Sie verfügten über die jeweiligen Handynummern und der

48-Jährigen war im Besitz einer Passkopie des jüngeren Mannes. Auf

Befragen gab der 24-jährige Albaner an, das Visum für 3000,- EUR

gekauft zu haben. Der Ältere, der albanischen Staatsangehörigen, war

von der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Aufenthaltsermittlung wegen

des Verdachtes der Beschaffung von amtlichen Ausweisen

ausgeschrieben. Da er in der Vergangenheit Aliasdaten benutzt hatte,

lagen gegen ihn unter diesen Namen zwei Haftbefehle vor. Wegen

Verstoß gegen das Betäubungsmitttelgesetz war er bereits zu einer

Haftstrafe von 575 Tagen verurteilt worden. Auch sollte er wegen

einer bestehenden Abschiebungsverfügung festgenommen werden. Er wurde

dem Haftrichter am Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt und anschließend

in die JVA eingeliefert. Für seinen 24-jährigen Landsmann wurde vom

Haftrichter eine Zurückschiebehaft nach Albanien erlassen. Auch er

wurde in die JVA eingeliefert.

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Veröffentlicht
29. November 2010, 14:55
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