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(ots) /- Betrugsmasche "Falsche Polizisten" - Zwei Abholer bei fingierter Übergabe festgenommen - Polizei warnt erneut vor Kriminellen Seit Anfang der Woche meldeten sich immer wieder Betroffene, die Anrufe von angeblichen Polizeibeamten erhalten hatten. Bislang wurden mehrere Dutzend Fälle bekannt. Nach derzeitigem Stand konnten die Kriminellen nur bei einer Seniorin Schmuck und einen hohen Bargeldbetrag erbeuten. Heute sollte die Frau weiteres Bargeld übergeben. Bei einer fingierten Geldübergabe schnappte die Falle zu. Beamte des Kommissariats 31 und eines Mobilen Einsatzkommandos konnten zwei Abholer an der Irmgardstraße festnehmen. Fast eine Woche lang wurde die Seniorin immer wieder von den Tätern angerufen und aufgefordert Geld, Schmuck und Bargeld zu übergeben. Ihr wurde suggeriert, dass es eine Bande auf ihr Vermögen abgesehen habe und sie nun Schmuck und Bargeld an die Polizei übergeben solle. Die Frau wurde derart massiv angegangen, dass sie zwei Mal Bargeld und Schmuck an unbekannte Abholerinnen übergab. Als sie Mitte der Woche einen hohen Bargeldbetrag von ihrem Konto abheben wollte, wurde ein Bankmitarbeiter stutzig und die Polizei wurde informiert. Die Täter ließen indes nicht locker und riefen weiterhin die Frau an, so dass heute eine erneute Geldübergabe verabredet wurde - diesmal allerdings unter den Augen der Polizei. Gegen 13.40 Uhr kamen die bis dato unbekannten Abholer zu dem vereinbarten Übergabeort an der Irmgardstraße. Als die beiden Tatverdächtigen mit dem Geld in ein wartendes Taxi steigen wollten, schlugen die Beamten zu. Die beiden 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen wurden festgenommen. Bei dem Zugriff wurde der unbeteiligte Taxifahrer sowie einer der beiden Tatverdächtigen leicht verletzt. Die beiden Jugendlichen werden nun von den Kriminalbeamten vernommen. Die Ermittlungen zu weiteren Hintermännern dauern an. So gehen die Täter vor: Die Kriminellen erzählen am Telefon, dass beispielsweise in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Angst wird geschürt, da man vorgibt, dass die Angerufenen die nächsten Opfer sein könnten. Die Täter fragen gezielt nach den Vermögensverhältnissen und nach den Aufbewahrungsorten von Schmuck, Geld und anderen Wertgegenstände. Zur Sicherheit raten sie dringend, man solle alles an die Polizei übergeben. Um das Lügengespinst noch weiter zu untermauern, geben sich die Anrufer auch als Mitarbeiter der Justiz aus, die mit diesen Sachverhalten betraut worden sind. Die Täter lassen nicht locker, rufen zum Teil unzählige Male an und üben derart massiven Druck aus, dass die Opfer ihr gesamtes Vermögen bei der Bank abheben oder im Haus vorhandene Wertsachen zusammenräumen und an unbekannte, aber angekündigte Abholer übergeben. Die Polizei warnt daher erneut, informiert und rät: - Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. - Die Polizei nimmt niemals Wertgegenstände, Bargeld oder Schmuck in Verwahrung. - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. - Lassen Sie sich den Namen des Anrufers nennen, legen Sie auf und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an. - Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufs geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
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