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Sechs CO-Verletzte durch defekte Gastherme

(ots) /- Donnerstag, 07.06.2018, 17.25 Uhr, Gerresheimer Straße, Düsseldorf-Flingern

Vermutlich durch einen Defekt an der Gastherme kamen am frühen Abend durch ausströmendes Kohlenmonoxid sechs Menschen in einem Mehrfamilienhaus zu Schaden. Vier von ihnen mussten sich im weiteren Verlauf einer Druckkammertherapie in der Uni-Klinik Düsseldorf unterziehen! Alle sind außer Lebensgefahr! Bei der Körperpflege im Bad, in dem die Gastherme hing, verspürten die Mieter plötzlich starke Kopfschmerzen und Übelkeit und riefen über den Notruf der Polizei um Hilfe!

Über die Leitstelle der Polizei erreichte dann die Kollegen der Feuerwehrleitstelle der Notruf über eine starke Übelkeit und Kopfschmerzen von Personen in einer Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus auf der Gerresheimer Straße in Flingern. Daraufhin wurde der Rettungswagen der Feuerwache Behrenstraße entsandt! Beim Eintreffen der Rettungswagenbesatzung in der Wohnung schlugen sofort die immer mitgeführten Kohlenmonoxidwarner auf größter Stufe Alarm! Die Kollegen forderten Feuerwehrkräfte und weitere Rettungswagen und Notärzte zur Unterstützung an. Der Leitstellendisponent setzte auf das Stichwort "Gasauströmumg" Einsatzkräfte von den Feuerwachen Behrenstraße, Hüttenstraße, Gräulinger Straße und Posener Straße in Marsch. Sofort wurde die vierköpfige Familie durch die Notfallsanitäter in Sicherheit gebracht und in mehreren Rettungswagen durch zwei Notärzte betreut! Von den Mitte dreißigjährigen Eltern hatte es die Mutter am Schlimmsten erwischt. Sie hatte den höchsten CO-Wert in der Ausatemluft und musste, wie Ihr Mann und die beiden Kinder (Junge 5 Jahre und Mädchen 7 Jahre) zur Sauerstoffüberdrucktherapie in die Druckkammer der Uni-Klinik Düsseldorf. Da auch die ersteingetroffenen beiden Notfallsanitäter über Übelkeit klagten, wurden Sie zur weiteren Abklärung ins Evangelische Krankenhaus gebracht! Sie konnten nach eingehender Untersuchung nach Hause entlassen werden, wurden aber zur Schonung aus dem Dienst genommen! Die Feuerwehrkräfte kümmerten sich um den technischen Ablauf! Erste Einsatztrupps kontrollierten unter Atemschutz, mit entsprechenden Messgeräten ausgerüstet, zuerst die betroffenen Wohnung und alle anderen Wohnungen auf weitere betroffene Personen. Es gab keine weiteren Verletzten. Die Gastherme wurde funktionslos geschaltet und die Gaszufuhr im Keller abgestellt. Im weiteren Verlauf wurde die Therme von den alarmierten Stadtwerken übernommen und sechs weitere Gasthermen abgeschaltet! Nach Messungen in den Geschossen auch der angrenzenden Häuser sowie Lüftungsmaßnahmen durch Hochleistungslüfter der Feuerwehr, konnten die nicht betroffenen Bewohner nach dreißig Minuten wieder in die Wohnungen zurück. Zu weiteren Ermittlungen der Ursache wurde die Einsatzstelle der Polizei und dem für Feuerstellen zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister übergeben. Für die vierzig Einsatzkräfte war nach einer Stunde Einsatzende. Die Kohlenmonoxidwarner an den Geräten des Rettungsdienstes haben zum wiederholten Male schlimmeres verhindern können!

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Veröffentlicht
08. Juni 2018, 09:10
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