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Unbekannte zerstören Radaranlage am Autobahnkreuz Jackerath / Teile in Viersen aufgefunden

(ots) - Pressebericht der KPB Düren:

"80.000 Euro Sachschaden

Unbekannte Täter haben die neue stationäre

Geschwindigkeitsmessanlage am Autobahnkreuz Jackerath zerstört. In

der Nacht zum Sonntag fiel die Säule einem Feuer zum Opfer. Zuvor war

die Anlage aufgehebelt und die Computer-Festplatte entwendet worden.

Täter sind vermutlich zwei junge Leute, die von einem Zeugen

beobachtet wurden, als sie von der lichterloh brennenden Anlage zu

einem Personenwagen gelaufen und auf der Richtungsfahrbahn Lüttich

davon gefahren waren. Der Zeuge informierte die Polizei, die die

Spuren der Tat sicherte. Der Sachschaden beträgt rund 80.000 Euro.

Da sich in der Doppelkurve seit dem Umbau des Autobahnkreuzes

Jackerath im Jahr 2005 wegen nicht angepasster Geschwindigkeit immer

mehr Unfälle mit Personenschäden ereignet hatten, hatte die

Unfallkommission der Bezirksregierung Köln beschlossen, dort eine

Radaranlage installieren zu lassen. Alle zuvor getroffenen Maßnahmen

  • etwa die Verdeutlichung der Kurvenverläufe und die Reduzierung der

zulässigen Höchstgeschwindigkeit - hatten sich als wirkungslos

erwiesen. So hat der Kreis Düren den Beschluss der Unfallkommission

als zuständige Ordnungsbehörde umgesetzt, die Anlage installiert und

am 4. November in Betrieb genommen.

Dass viele Verkehrsteilnehmer die Doppelkurve auf der

Verbindungsrampe von der A 44 zur A 61 unterschätzen, hatte sich noch

während der Montage der Säule gezeigt, als sich dort ein schwerer

Unfall ereignete. Wie die ersten Auswertungen gezeigt haben, wird das

Limit von Tempo 80 an dieser Stelle von vielen Fahrern offensichtlich

mehr als unverbindliche Empfehlung denn als Notwendigkeit zum Schutz

von Leib und Leben verstanden: Während ihrer kurzen Lebensdauer wurde

die neue Kamera rund 1000-mal ausgelöst - täglich. Zudem war eine

Messtoleranz vorgesehen, so dass der Blitz erst ab Tempo 89 erfolgte.

Da die Radaranlage an dieser Stelle für die Verkehrssicherheit

offensichtlich unverzichtbar ist, hat der Kreis Düren, der gegen den

Schaden versichert ist, bereits eine Ersatzanlage bestellt. In

Absprache mit der Polizei soll geklärt werden, durch welche Maßnahmen

die neue Säule vor Zerstörung geschützt werden kann.

Seit 2005 ist die Zahl der Unfälle in diesem Teilstück des

Autobahnkreuzes Jackerath deutlich gestiegen. Wurden zunächst acht

Unfälle registriert, so waren es im Folgejahr neun, 2007 17 und 2008

schließlich 28. Diese alarmierende Entwicklung hatte die

Unfallkommission dazu veranlasst, sich für die Aufstellung einer

stationären Tempomessanlage auszusprechen.

Der Kreis Düren hat die zerstörte Anlage mittlerweile demontiert

und Anzeige gegen unbekannt erstattet. Wie viele Bilder mit der

Festpatte verschwunden sind, ist nicht zu beziffern.

Landrat Wolfgang Spelthahn verurteilt die nächtliche Tat und setzt

1000 Euro als Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der

Täter führen. Hinweise nimmt die Polizei in Düren unter der Rufnummer

02421/949-2425 entgegen. Landrat Wolfgang Spelthahn: "So verständlich

der Ärger ist, wenn man als Autofahrer geblitzt wird, so verwerflich

ist die Tat. Die Anlage ist öffentliches Eigentum und dient einzig

und allein der Verkehrssicherheit. Sich mit einer solchen kriminellen

Energie ans Werk zu machen, ist völlig inakzeptabel, denn letztlich

geht bei der Verkehrsüberwachung darum, Menschen vor Verletzungen

oder noch Schlimmerem zu bewahren."

Ende des Presseberichts Düren / Zusatz für Viersen:

Teile des "Innenlebens" der beschädigten Anlage wurden am Dienstag

Nachmittag auf einem Feldweg an einem Waldstück in der Nähe der

Anschlussstelle Mackenstein/A 61 aufgefunden und konnten zweifelsfrei

zugeordnet werden.

Möglicherweise haben die Täter ihren Aufenthaltsort im Kreis

Viersen und es gibt Zeugen. Sachdienliche Hinweise werden an das

zuständige Kriminalkommissariat bei der Kreispolizeibehörde Düren

unter Telefon 0 24 21/949-8142 erbeten. /cm (1262)

Ort
Veröffentlicht
11. November 2009, 15:22
Autor
Unserort Redaktion