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(ots) /- Opfer eines betrügerischen Teppichverkaufs wurde am Mittwoch (05.09.) eine Seniorin aus Dormagen. Gegen 15:00 Uhr klingelte es bei der über 80-Jährigen in der Dormagener Innenstadt. Vor der Haustür stand eine unbekannte Frau. Während der "herzlichen Begrüßung" durch die Unbekannte, gelang es ihr sich das Vertrauen der älteren Dame zu erschleichen. Im weiteren Gespräch schaffte es die Verdächtige, der Seniorin einen angeblich hochwertigen Teppich zu einem "Schnäppchenpreis" zu verkaufen. Überrumpelt durch das forsche Auftreten der Betrügerin, ging die Seniorin auf das Angebot ein. Gemeinsam mit der Unbekannten, sowie einer weiteren Frau, die in einem Auto vor der Haustür gewartet hatte, fuhr man zu einem Geldinstitut an der Kölner Straße. Dort hob die Dormagenerin am Bankomaten den geforderten Bargeldbetrag ab und übergab das Geld dem betrügerischen Duo, das sodann verschwand. Die Seniorin blieb auf einem Teppich von minderwertiger Qualität sitzen, der bei weitem den bezahlten Preis nicht wert ist. Die beiden Tatverdächtigen können nur vage beschrieben werden: Die Frau an der Haustür war von kleiner dicklicher Statur, etwa 60 bis 70 Jahre alt und hatte graue kurze Haare. Von der Frau im Auto ist lediglich bekannt, dass sie ungefähr 40 bis 45 Jahre alt war und dunkelblonde mittellange Haare hatte. Zum Auto, das das Duo benutzt hatte, ist nichts bekannt. Die Ermittlungen hat das Kriminalkommissariat 12 in Neuss übernommen. Die Polizei warnt vor Haustürgeschäften. Zwar gilt in der Regel ein Widerrufsrecht, allerdings wird es nahezu unmöglich das Widerrufsrecht durchzusetzen, wenn kein Kaufvertrag vorliegt. Die Erfahrung zeigt, dass oft minderwertige Ware oder schlechte Dienstleistungen (Teppich- oder Dachrinnenreinigung sowie Pflaster- oder Teerarbeiten) zu stark überhöhten Preisen angeboten werden. Tipps: Holen Sie, bevor Sie auf ein Angebot eingehen, mehrere Kostenvoranschläge von bekannten Firmen ein. Auskünfte zu Anbietern können die Handwerkskammern, Innungen und die Verbraucherschutzzentrale geben. Im konkreten Fall, vergewissern Sie sich stets, wer vor der Tür steht, zum Beispiel durch einen Spion, bevor Sie Einlass gewähren. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
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(ots) /- Am Mittwoch (05.09.) gelang es Unbekannten, eine Dormagenerin mit einer perfiden Betrugsmasche zu täuschen. Die Anrufer gaben sich als Polizeibeamte aus und brachten die Frau unter einem Vorwand dazu, Bargeld von ihrem Geldinstitut abzuholen und es anschließend in die Türkei zu schicken. Die über 60-Jährige erhielt am Mittwochmorgen (05.09.) den Anruf eines angeblichen Polizeikommissars. Dem Mann gelang es während des intensiven Telefonats, die Frau davon zu überzeugen, aus "Sicherheitsgründen" Bargeld vom ihrem Geldinstitut abzuholen. Am Nachmittag des gleichen Tages erhielt die Dormagenerin einen zweiten Anruf des vermeintlichen Polizeibeamten. In einem weiteren Gespräch schaffte es der Betrüger, seinem Opfer glaubhaft zu schildern, dass der Bankangestellte ihr Falschgeld ausgehändigt hätte. Gemäß den Anweisungen des Anrufers packte sie daraufhin mehrere tausend Euro in einen Umschlag und schickte es an eine Adresse in der Türkei. Nachdem die Frau allen Anweisungen Folge geleistet hatte, kamen ihr Zweifel und sie offenbarte sich einer Bekannten, wodurch die Masche aufflog. Anschließend erstattete sie Strafanzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 12 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss. Das transferierte Geld konnte aufgrund der Intervention der Polizei nach derzeitigem Kenntnisstand noch in der Türkei gesichert werden. Die Polizei warnt vor einem weiteren Auftreten der Betrüger. Der Gesamtschaden, der durch solche Taten bislang entstanden ist, ist enorm - obwohl der ganz überwiegende Teil der angezeigten Delikte im Versuch stecken bleibt. Deshalb hier noch einmal der Hinweis: Die Polizei fordert nicht telefonisch dazu auf, Wertsachen oder Bargeld zu transferieren, zu verschicken oder an Boten zu übergeben. Wer dennoch in dieser Art und Weise kontaktiert wird, ist gut beraten, die 110 zu wählen und den Sachverhalt der "echten" Polizei zu schildern.
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