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(ots) - Aus aktuellem Anlass warnt die Polizeiinspektion Diepholz vor dem Auftreten von Handwerkern mit betrügerischen Absichten. Ende vergangener Woche tauchten zwei Männer bei einer Frau in Diepholz an der Tür auf und überredeten die ältere Dame, angebliche notwendige Reparaturarbeiten an ihrem Dach durchzuführen. Die Frau erklärte sich einverstanden und beauftragte die Männer, die in typischer Handwerkerkleidung erschienen waren. Anschließend holte sie mehrere tausend Euro von ihrer Bank und übergab den Männern das Geld. Erst später stellte sie dann fest, dass die Arbeiten gar nicht durchgeführt wurden. Von den Tätern fehlt jede Spur. Möglicherweise waren diese mit einem Fahrzeug unterwegs. Offenbar sind die beiden Betrüger in Diepholz von Haus zu Haus gegangen und haben bei mehreren Häusern geklingelt. Auch sind vermutlich Handzettel von den Betrügern im Stadtgebiet verteilt worden. Leider ist die Masche in der Vergangenheit bereits mehrfach auch im Landkreis Diepholz aufgetreten. Oftmals werden insbesondere ältere Leute an der Haustür auf dringend erforderliche Sanierungsarbeiten aufmerksam gemacht, die keinen Aufschub mehr dulden. In Einzelfällen werden dann vorschnell Aufträge an die Firma erteilt, ohne sich näher mit den durchzuführenden Arbeiten zu befassen. Hierbei wird vielfach die "Gutgläubigkeit" vorzugsweise älterer Menschen ausgenutzt. Es ist vielfach nicht auszuschließen, dass die ausgeführten Arbeiten nicht fachgerecht und dazu noch überteuert durchgeführt werden. Wird jedoch die Firma erst einmal beauftragt, wird damit ein gültiger Vertrag geschlossen, der den Kunden zur Zahlung verpflichtet. Die Polizei rät daher: Seien Sie skeptisch, wenn Handwerker ihre Dienste an der Haustür anbieten oder sogar mit der Arbeit beginnen, obwohl noch gar kein Auftrag erteilt wurde. Ziehen Sie immer eine Person ihres Vertrauens hinzu, der ihnen auch als Zeuge dient. Lassen sie sich bei der Auftragserteilung nicht unter Druck setzen! Beim geringsten Zweifel an der Seriösität informieren sie sich bei der entsprechenden Handwerkerinnung oder rufen die Polizei. Die Polizei Diepholz bittet zudem weitere Geschädigte, sich zu melden. Auch Zeugen, die Angaben zu den beiden Männern machen können, sollten sich unter Telefon 05441/9710 an die Polizei wenden.
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(ots) - Nach einer Warnmeldung der Polizeiinspektion Diepholz vor betrügerischen Spendensammlern im Raum Sulingen (wir berichteten am 12.Oktober 2012) bittet die Organisation "Handicap International" um eine Klarstellung. Damals wurde von unserer Seite berichtet, dass eine rumänische Tätergruppe Passanten ansprach und um Spenden bat. Hierzu wurden Listen einer angeblichen Organisation "Regionaler Verbund für Taubstumme und körperlich behinderte Personen und für die armen Kinder" vorgelegt, die nicht existent ist. Auf diesen Listen abgedruckt war das offizielle Logo der "Handicap International". Diese laut eigener Aussage als gemeinnützig eingestufte Organisation warnt auf der eigenen Homepage davor, dass mit dem Logo widerrechtlich bundesweit auf Spendelisten geworben wird. Zitat von der Homepage www.handicap-international.de: "Handicap International macht im Moment keine Straßen- oder Haustürsammlungen! Deshalb müssen wir leider davon ausgehen, dass es sich um Betrüger handelt." Weitere Informationen finden sich in einer eigens zu diesem Thema herausgegebenen Presseerklärung der Organisation, die im Folgenden zitiert wird und auch auf der Homepage zu finden ist: Zitatbeginn Betrügerische Sammler verwenden den Namen von Handicap International Seit einigen Monaten sind in verschiedenen deutschen Städten immer wieder angeblich gehörlose Sammler unterwegs, die behaupten, um Spenden zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung zu werben. Auf ihrer Unterschriften- und Spendenliste verwenden sie das Logo und den Namen von Handicap International - und manchmal parallel Logo und Namen des Deutschen Gehörlosenbundes. Aus fast 20 deutschen Städten haben wir von solchen betrügerischen Sammelaktionen erfahren, u.a. aus München, Heidelberg, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart, Kempten, Wiesbaden, Freiburg, Karlsruhe und Bielefeld. Auch Fälle von Taschendiebstahl wurden in diesem Zusammenhang bekannt. Und in den Nachbarländern sind ebenfalls die falschen Sammler unterwegs. In einigen Orten haben wir bereits Strafanzeige gestellt. Da sich die Betrugsfälle häufen, wenden wir uns nun an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Verbreitung unserer Warnung. Handicap International fordert die Menschen auf, bei derartigen Sammlungen vorsichtig zu sein und im Zweifelsfall bei den genannten Organisationen nachzufragen. "Diese Sammlungen geschehen nicht in unserem Auftrag", betont François De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap International Deutschland. "Handicap International führt grundsätzlich keine Haustürsammlungen und zurzeit auch keine Straßensammlungen durch. Wir arbeiten ausschließlich im Rahmen allgemein anerkannter Methoden zur Spendenwerbung und tragen in Deutschland seit fast zehn Jahren das Spendensiegel des DZI." Handicap International ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die in ca. 60 Ländern Menschen mit Behinderung und andere besonders hilfsbedürftige Menschen unterstützt, damit ihre grundlegenden Bedürfnisse gedeckt werden und sich ihre Lebensbedingungen verbessern. Außerdem ist Handicap International eines der sechs Gründungsmitglieder der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen, die 1997 den Friedensnobelpreis erhalten hat, und aktives Mitglied der Cluster Munition Coalition, der internationalen Koalition gegen Streubomben. 2011 wurde Handicap International mit dem Conrad N. Hilton Humanitarian Prize ausgezeichnet. Mehr Informationen über unsere Arbeit erhalten Sie unter www.handicap-international.de. Information: Dr. Eva Maria Fischer 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 35 www.handicap-international.de Zitatende
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