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+++ Landwirtschaftliche Gespanne und Fahrzeuge im Fokus einer Kontrollaktion von Polizei und Landkreis + Mangelnde Ladungssicherung zur Erntezeit problematisch + Mit FOTO +++

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(ots) - Pünktlich zur "heißen Phase" der Erntezeit hat die Polizeiinspektion Diepholz gemeinsam mit dem Landkreis Diepholz eine Kontrollaktion von landwirtschaftlichen Fahrzeugen durchgeführt. An zwei Tagen wurden dabei mehr als zwanzig Schlepper, Gespanne und Arbeitsmaschinen kontrolliert, wobei kein einziger Fahrzeugführer seine Fahrt ohne Beanstandung fortsetzen konnte.

Kardinalproblem bei den Fahrern von "Trecker und Co.": Die erforderlichen Fahrzeugpapiere sind nur in Ausnahmefällen vorhanden. Und auch der Führerschein wird selten mitgeführt. Dabei wird regelmäßig damit argumentiert, dass die Papiere beschädigt oder unleserlich werden oder schlicht verloren gehen. Die Pflicht zum Mitführen besteht aber auch auf diesen Fahrzeugen. Und die Recherchen der Polizei nehmen die Zeit aller Beteiligten in Anspruch. Nicht zuletzt sind auch Verwarngelder vorgesehen.

Ein weiteres, weit verbreitetes Problem ist das Mitführen von Anhängern, die vermeintlich zulassungsfrei sind. Diese an sich sinnvolle Ausnahme von der Zulassungspflicht können Landwirte unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen; u. a. darf mit den Anhängern dann nicht schneller als 25 km/h gefahren werden. Da moderne Schlepper allerdings fast ausnahmslos 40 km/h und schneller fahren können, wird diese Geschwindigkeit auch ausgenutzt. Die Anhänger werden damit zulassungspflichtig - und weil sie es ja tatsächlich nicht sind, wird ein Bußgeld von 50 Euro fällig sowie ein Punkt in Flensburg.

Ein echtes Gefährdungspotential entsteht, wenn Anbaugeräte die zulässigen Maße überschreiten und evtl. darüber hinaus auch nicht richtig gesichert werden. Diese Verstöße wurden mehrfach festgestellt. Auch die Ladung, derzeit natürlich häufig Strohballen unterschiedlicher Form und Größe, wird häufig nicht ausreichend gesichert. Ein Bild hierzu steht in der Digitalen Pressemappe der Polizeiinspektion Diepholz unter www.presseportal.de/pm/68439 zum Download bereit.

In sechs Fällen, und damit bei jeder vierten Kontrolle, wurden Mängel an der Bremsanlage der Fahrzeuge und Gespanne festgestellt. Teilweise wurden voll beladene Anhänger mitgeführt, die keine oder nur unzureichende Bremswirkung aufwiesen. Dies kann daran liegen, dass die Fahrer einfach wenige Handgriffe nicht vornehmen, die zur Einstellung der Bremse erforderlich sind. Oder die Auflaufbremse wird blockiert, was nur zulässig ist, um z.B. außerhalb des öffentlichen Verkehrs Rangieren zu können.

Hier findet leider auch das Problem der nicht zugelassenen Anhänger seine Fortsetzung: Solange sie nicht zugelassen sind, unterliegen sie auch keiner Untersuchungspflicht. Sprich: sie müssen nicht zum TÜV. Und dann werden sie bei einigen Betrieben tatsächlich solange gefahren, wie sich die Räder drehen - leider ohne Rücksicht auf den sonstigen technischen Zustand. Diese Verstöße ziehen nicht nur empfindliche Bußgelder nach sich, sondern stocken das Punktekonto deutlich auf, übrigens für Fahrer und Halter. Mangelhafte Bremswirkung wird bei keinem Verkehrsteilnehmer auf Verständnis stoßen - und schon gar nicht bei den kontrollierenden Polizeibeamten.

So wird die Polizei auch zukünftig ihre Kontrollen fortsetzen, nicht nur zur Erntezeit. Immer in der Hoffnung, dass die Zahl der Verstöße sich verringern wird. Nicht nur, weil man erwischt werden könnte, sondern weil sich die Einsicht durchsetzt, dass die Vorschriften - gerade die mit eindeutigem Sicherheitscharakter - ihren Sinn haben.

Ort
Veröffentlicht
14. August 2012, 12:05
Autor
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