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(ots) /- Mit Beginn des neuen Schuljahres lassen bekanntlich auch die lästigen Hausaufgaben nicht lange auf sich warten. Welche Folgen die fehlende Lust, diese zu erledigen, haben können, zeigte ein ungewöhnlicher Polizeieinsatz am Dienstagnachmittag (20.8.). Gegen 16 Uhr hatte ein Passant im Bereich der Innenstadt einen kleinen Zettel mit einer ungewöhnlichen Botschaft auf dem Gehweg gefunden. Offensichtlich wurde der Text von Kinderhand verfasst und enthielt einen Hilferuf: "Hilfe meine Mutter schlägt mich wegen Hausaufgaben mehrmals (...) "S.O.S." (...)". Vorsorglich verständigte der aufmerksame Fußgänger die Polizei. Weil der Autor neben seinem Namen auch die vollständige Adresse notiert hatte, war die Familie schnell von den Ordnungshütern ausfindig gemacht. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Verfasser der Nachricht tatsächlich um ein Kind im Alter von 10 Jahren. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Schüler wenige Stunden zuvor mit seiner Mutter über die schulischen Pflichten in Streit geraten war. Seine Rage dürfte dabei im Angesicht eines drohenden Computerverbotes gefüttert worden sein, was ihn zum Schreiben des "Hilferufes" veranlasste. Der Verdacht möglicher Handgreiflichkeiten konnte glücklicherweise im Rahmen der Ermittlungen rasch ausgeräumt werden. Reumütig gab der Junge zu, aus reiner Wut gehandelt zu haben. Umso größer war sein Erstaunen und die Erkenntnis, das sein erfundener "Notruf" die Polizei auf den Plan gerufen hatte und der Einsatz weitaus mehr von seiner Freizeit in Anspruch nahm, als es die Erledigung der Hausaufgaben getan hätte. In jedem Fall dürfte der kleine Mann dann doch am Ende des Tages etwas dazugelernt haben, ob er wollte oder nicht. Nämlich das "Notrufe" immer ernst genommen werden. Erfreulicherweise auch nicht nur von der Polizei und erst recht dann, wenn er von Kinderhand geschrieben wird.
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