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Darmstadt: Enkeltrickbetrügerin übte permanent Druck auf 80-Jährige aus / Schmuck ergaunert

(ots) - Betrügerinnen haben am Freitag (22.7.2011) mit dem so genannten Enkeltrick eine 80-jährige Seniorin um ihren Familienschmuck gebracht. Eine Frau hatte zunächst am Vormittag bei dem ausgewählten Opfer angerufen und ihr letztlich vorgegaukelt, die Ehefrau ihres Enkelsohns zu sein. Als dies "klar" war, kam die dreiste Betrügerin auch schnell zum Punkt. Sie habe eine Wohnung gekauft, aber mit der Überweisung sei etwas schief gegangen und so bräuchte sie nun dringend Geld für den Anwalt, bei dem sie nun säße. Die Anruferin zog alle Register, um die alte Dame dazu zu bringen, ihr "wenigstens" ihren Schmuck als Pfand zu überlassen. Mit permanenten und tränenreichen Anrufen gelang ihr das letztlich auch. Da sie - wie in diesen Fällen üblich - nicht zur Übergabe des Schmuckes selbst kommen konnte, wurde der Schmuck einer angeblichen Bürogehilfin des Anwalts gegen 13.30 Uhr in der Rheinstraße übergeben. Besonders dreist: Die Anruferin bedankte sich später sogar noch einmal telefonisch bei der geprellten Frau und gaukelte ihr vor, dass sie noch am Abend zu ihr kommen würde. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Die Betrügerin, welcher der Schmuck übergeben wurde, ist zirka 20-25 Jahre alt, etwa 160 cm groß, hat dunkles zu einem Zopf gebundenes Haar und dunklere Hautfarbe. Sie trug eine weiße Jacke und eine Jeanshose. Neben Hinweisen unter der Telefonnummer 06151/969 0 appelliert die Polizei erneut insbesondere an ältere Menschen, niemals Geld oder andere Wertsachen an fremde Menschen zu übergeben. Auch wenn Ihnen eine noch so rührselige Geschichte aufgetischt wird: Wenn Ihr Enkel oder ein anderer Verwandter etwas von Ihnen will, wird er auch bereit sein, selbst zu Ihnen zu kommen. Lassen Sie sich niemals unter Zeitdruck setzen. Bei Anrufen der geschilderten Art, sollten aber sämtliche Alarmglocken bei Ihnen schrillen. Beziehen Sie sofort eine Ihnen nahestehende Vertrauensperson in Ihre Überlegungen mit ein oder verständigen sofort die Polizei. Es wird sich dann schnell herausstellen, was sich tatsächlich hinter dem Anruf verbirgt.

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Veröffentlicht
25. Juli 2011, 10:45
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