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(ots) Mit Blick auf die Verkehrsunfallstatistik hat die Polizei im Kreis Coesfeld am Mittwoch (23.10.) einen Schwerpunktkontrolltag Radfahrer in Coesfeld, Dülmen und Lüdinghausen durchgeführt. Die Anzahl der verunglückten Radfahrer stieg im Jahr 2018 um 23 auf 308. Davon starben zwei bei Verkehrsunfällen. Im laufenden Jahr sind im Kreis Coesfeld bereits fünf Rad- oder Pedelecfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Bis ende September verunglückten insgesamt 220 Radfahrende im Kreis Coesfeld. Die lokale Verteilung konzentriert sich dabei auf die drei größten Städte im Kreis. Bei den Kontrollen ahndeten die Polizisten insgesamt 54 Verkehrsverstöße, davon 42 begangen durch Rad- bzw. einen Pedelecfahrer. Überwiegend wurde gegen die Radwegsbenutzungspflicht verstoßen bzw. der vorhandene Radweg unzulässig in die falsche Richtung befahren. In Dülmen wurde ein 18-jähriger BMX-Radfahrer von den Beamten aufgefordert, zwecks einer Kontrolle anzuhalten. An dem Rad waren weder Beleuchtung noch Bremsvorrichtung vorhanden. Der Dülmener versuchte, sich der Kontrolle durch Flucht in ein angrenzendes Wohngebiet zu entziehen. Nach kurzer Nacheile konnte er durch die Polizisten gestoppt und zur Rede gestellt werden. Eigenen Angaben nach hatte er kürzlich bereits 20 EUR bei der Polizei bezahlt. Nun erwartet ihn ein Bußgeld in Höhe von 70 EUR und 1 Punkt. Kurze Zeit später bemerkten die gleichen Beamten, wie ein Radfahrer die Lüdinghauser Straße freihändig, mit mehreren Pizzen im Arm befuhr. Er hatte bei Dunkelheit die Beleuchtung nicht eingeschaltet und sein Gehör war beidseitig durch Kopfhörer beeinträchtigt. 20 EUR Verwarnungsgeld und Weiterfahrt nur mit sicherer Verstauung der Pizzen auf dem Gepäckträger waren die Folgen. In Coesfeld wurde bei der Kontrolle eines Radfahrers festgestellt, dass die Person zu Festnahme und Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Nach erfolgter Festnahme konnte die Person das Geld beibringen und so die Haft vermeiden.
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