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Die Nachwuchsmannschaften dienen gerne als Sprungbrett, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Zumeist wird dabei an talentierte Spieler gedacht, die durch Einsätze in den Regionalligen an den körperlich anspruchsvollen Männerfußball herangeführt werden sollen. Dass mittlerweile aber auch junge ambitionierte Trainer aus der Viertklassigkeit den Aufstieg in den Profifußball schaffen können, zeigt das jüngste Beispiel rund um Ole Werner bei Holstein Kiel II. Der 31-jährige Fußballlehreranwärter betreut nun die Zweitligaspieler der Störche und übergab an seine beiden bisherigen Assistenztrainer, die den Weg des Offensivfußballs fortsetzen. Co-Trainer übernehmen nach Beförderung Seit November 2014 hatte der gerade einmal 31-jährige Werner die Nachwuchsmannschaft der Kieler alleinverantwortlich trainiert und sie 2018 in die Regionalliga Nord geführt. Dort sicherte er in der vergangenen Saison souverän den Klassenerhalt und führte sein Team auch erfolgreich in die neue Runde 2019/20. Nach der Freistellung von André Schubert übernahm Ole Werner Mitte September zunächst interimsweise die Leitung der Kieler Erstvertretung und wurde knapp einen Monat später als Dauerlösung präsentiert. Trotz der strapaziösen Mehrfachbelastung durch Trainingsarbeit und Fußballlehrerausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln konnte das KSV-Trainertalent seinen bisherigen Co-Trainern Nicola Soranno und Fabian Raue ein bestelltes Feld hinterlassen. Der Einstand sollte den beiden Übungsleiter-Novizen indes misslingen. Am 11. Spieltag verloren die Jungstörche beim Lüneburger SK Hansa mit 1:2. Danach jedoch sollte das neue Duo an der Seitenlinie weitestgehend wieder an die Erfolge ihres Vorgängers anknüpfen können. Junge Offensivpower mit erfahrenem Strategen Von Vorteil dürfte hierbei sein, dass die junge Mannschaft bereits über eine solide sportliche Grundlage verfügt. Dazu gehört auch eine schlagkräftige Offensive, bei der Laurynas Kulikas mit elf Treffern und Julius Alt mit sechs Torerfolgen hervorstechen. Auch auf Felix Niebergall ist zu achten; zwar tritt der 21-Jährige nicht besonders häufig als Torschütze in Erscheinung, dafür jedoch umso mehr als gefährlicher Flügelflitzer und Vorlagengeber. Seinen Gegenpart nimmt der ebenfalls erst 21 Jahre alte Tom Baller ein, der vor Saisonbeginn von Hannover 96 verpflichtet worden war nun nach fünf Jahren Abstinenz wieder an die Förde zurückkehrte. Eine weitere wichtige Stütze in der per se jungen Mannschaft ist Tim Siedschlag, der gemeinsam mit Torwart Niklas Jakusch zuvor bereits in der ersten Mannschaft der Störche jahrelang aktiv gewesen war. Nun zieht der 32-Jährige im Mittelfeld die Fäden und sorgt als Stratege für einen gepflegten Spielaufbau. Allerdings: Die Diagnose Kreuzbandriss traf „Siedo“ und den Jungstörchen bis ins Mark. Auch von unserer Seite aus gehen Genesungswünsche an unseren ehemaligen Kicker. Konstanter Saisonverlauf mit wenig Schwächen Mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf sind kaum längere Schwächephasen zu erkennen, womit der von den KSV-Oberen anvisierte Mittelfeldplatz konstant gehalten werden konnte. Zeitweise hatte die Kieler Nachwuchsabteilung gar Fühlung zur Tabellenspitze gehalten! Größere negative Ausreißer sind lediglich die überraschend klare 0:6-Klatsche beim Hamburger SV II zu Beginn der Saison und die zuletzt direkt aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen den BSV Rehden (1:5) und den VfB Oldenburg (1:2). Die zuvor nie dagewesene Serie von zwei hintereinander verlorenen Spielen konnte durch die 1:0-Revanche gegen den Hamburger SV jedoch schnell beendet werden. Zuletzt mussten durch ein 1:3 bei der Zweitvertretung von Werder Bremen und einem 1:2 daheim gegen Norderstedt jedoch erneut zwei Niederlagen in Folge eingesteckt werden. Mit nunmehr vier Niederlagen aus den letzten fünf Partien hat Holsteins U23 gerade die schwächste Saisonphase zu packen. In der jüngeren Vergangenheit trafen Holstein Kiel II und der VfB Lübeck viermal aufeinander. Nachdem die Grün-Weißen in der Schleswig-Holstein-Liga im Jahr 2013 beide Duelle mit 3:0 für sich entschieden hatten, konnten die Jungstörche in der letzten Spielzeit das Heimspiel in der Regionalliga Nord mit 2:1 gewinnen. Knapp einen Monat später revanchierte sich der VfB Lübeck auf der Lohmühle durch ein 3:0 mit Toren vom zweifachen Ahmet Arslan und Dennis Hoins. Das Spiel kurz vor Weihnachten wird erneut im Holstein-Stadion stattfinden und durch die Emotionen sowie das spielerische Geschick sicherlich ein packender Fight werden. Den Fanbrief der Kieler Polizeidirektion für alle mitreisenden Anhänger gibt es hier (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
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