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Auch Einbrecher nutzen Soziale Netzwerke

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(ots) - In Niedersachsen beginnt die Urlaubszeit. Es sind Schulferien und viele Familien nutzen die Zeit, um einmal im Jahr zu verreisen. Die Vorfreude ist groß. Es werden schöne Tage, da sind sich alle sicher. Und so soll es auch sein und bleiben. Dennoch gibt es jedes Jahr für manche eine böse Überraschung, wenn sie wieder nach Hause kommen, wird von dem Beauftragten für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Celle, KHK Uwe Geyler, berichtet. Einbrecher waren im Haus und haben alles durchsucht und einige Dinge gestohlen.

Zwangsläufig stellt sich die Frage, ist es Zufall, dass die Einbrecher gerade hier eingebrochen haben? Sicherlich ist es zum Teil Zufall, aber häufig spielen den Einbrechern Unachtsamkeiten in die Hände. So werden Tageszeitungen nicht abbestellt oder nicht in den Urlaub nachgesandt, Reklame am Briefkasten nicht durch den Hinweis "Keine Reklame" zurückgewiesen, so dass der Briefkasten nach einiger Zeit überquillt. Nachbarn, mit denen man sich gut versteht, sollten den Briefkasten von Zeit zu Zeit leeren und im Haus nach dem Rechten sehen. Verwandte, Freunde oder Bekannte bitten, den Rasen kurz zu halten, damit nicht ungemähter Rasen Einbrechern Hinweise auf Abwesenheit gibt. Auch bei kurzer Abwesenheit Türen abschließen und Fenster nicht auf "Kipp" stehen lassen. Auch auf verschlossene Nebeneingangs- türen und Garagentore achten.

Jeden Hinweis auf Abwesenheit vermeiden.

Nach der Meinung von Fachleuten hat sich jedoch ein weiteres Problem ergeben, dass es vor einigen Jahren noch nicht gab.

Immer mehr Nutzer von sozialen Netzwerken geben dort Hinweise wie: "Bin ab morgen drei Wochen in Italien" oder "endlich ist Urlaub, schon übermorgen geht es los." Wenn die persönlichen Profile in den sozialen Netzwerken nicht so eingestellt sind, also keine Sperren eingebaut sind, dass diese Informationen nur ein eng begrenzter Personenkreis lesen kann, können sich Einbrecher diese Äußerungen zu Nutze machen.

Aber auch begeisterte Grüße aus dem Urlaub, können Einbrechern wichtige Hinweise geben, wo eine Wohnung oder ein Wohnhaus derzeit unbewohnt ist. Einbrecher brauchen lediglich in den sozialen Netzwerken nach solchen Informationen zu suchen und planen danach ihre Einbruchstouren. Dies hat eine Studie aus Amerika ergeben.

Wichtig ist, dass die persönlichen Profile so eingestellt sind, dass nur die Personen, für die diese Informationen gedacht sind, diese auch lesen können. Eltern sollten insbesondere darauf achten, dass auch bei den Kindern entsprechende Sperren vorhanden sind. Besonders, wenn Kinder noch nicht über den Umgang mit diesen Netzwerken unterrichtet wurden, sollten die persönlichen Einstellungen von den Eltern überprüft werden.

Auch sollten keine Adressdaten erkennbar sein bzw. aus dem Text oder von Bildern nachvollzogen werden können. Wichtig ist auch, dass automatische Mitteilungen über den aktuellen Aufenthaltsort nicht einem größeren Personenkreis zugänglich gemacht werden. Diese Funktionen sollten besser ausgeschaltet werden.

Aber auch Informationen wie "Gehe eben mal schnell einkaufen" oder "bin heute Abend im Kino" können kritisch sein. Einbrecher handeln schnell und gezielt. Häufig brauchen sie aufgrund von unzureichend gesicherten Fenstern oder Terrassentüren nur wenige Minuten, um in ein Wohnhaus oder eine Wohnung einzusteigen. Schwieriger ist für Einbrecher festzustellen, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Da kommen ihnen solchen Informationen im Internet gerade recht und wirken wie eine Einladung.

Aber auch da, wo solche Fehler nicht gemacht werden, können Einbrecher kommen. Entgegen der landläufigen Meinung kommen Einbrecher nicht zur Nachtzeit, sondern viel häufiger am Tage. Deshalb ist es so wichtig, dass eine gute Nachbarschaft besteht und in der Nachbarschaft über das Phänomen Einbruch gesprochen wird. Sich untereinander Hilfe anbieten, damit Fenster und Türen richtig gesichert werden, jeder vom anderen weiß, wann dieser abwesend ist und gegenseitig auf Wohnungen bzw. Wohnhäuser achten. Dadurch wird eine höhere Sensibilisierung in der Nachbarschaft erreicht. Verdächtige Personen und Fahrzeuge werden eher wahrgenommen und können der Polizei umgehend unter der Notrufnummer 110 mitgeteilt werden. Die Polizei geht solchen Hinweisen nach und schon häufig konnten auf diesem Wege Einbrecher erkannt und festgenommen werden.

KHK Geyler weist darauf hin, dass es bei der Polizei die Möglichkeit gibt, sich kostenlos über Schutzmaßnahmen gegen Einbruchsdiebstähle beraten zu lassen, Terminvereinbarungen unter Telefon 05141 277-208.

Ort
Veröffentlicht
19. Juli 2012, 10:31
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