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Wieder Anrufe durch falsche Polizeibeamte - Präventionshinweise der "echten" Polizei

(ots) /-

(hay) In der Vergangenheit warnte die Kreispolizeibehörde Herford wiederholt vor Anrufen durch falsche Polizeibeamte. In mehreren Fällen wurden Bürger im Kreisgebiet durch angebliche Polizisten zu ihren wirtschaftlichen Verhältnissen und ihren örtlichen Wohngegebenheiten befragt. Seitdem sind immer wieder Fälle aus dem gesamten Bundesgebiet polizeilich bekannt geworden.

Am Montagabend meldeten sich zwei Betroffene aus Bünde, die angebliche Anrufe von einer Polizeibeamtin erhielten. In beiden Fällen waren diesmal die Rufnummern unterdrückt und somit nicht sichtbar. Gegen 20:20 Uhr meldete sich diese angebliche Polizistin telefonisch bei einer 86-jährigen Frau aus Bünde. Die unbekannte Frau gab an, dass es zu Einbrüchen in der Nachbarschaft gekommen sei. Im weiteren Gespräch versuchte sie, die Rentnerin über ihre Vermögenswerte auszufragen. Mit derselben Masche nahm die falsche Beamtin gegen 20:30 Uhr mit einer 82-jährigen Seniorin aus Bünde telefonisch Kontakt auf. Die Anruferin soll mit einem leichten ausländischen Akzent gesprochen haben. Die Betroffenen verhielten sich richtig und weihten Angehörige ein und benachrichtigten die richtige Polizei.

Auch wenn in den genannten Fällen noch kein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist, handelt es sich um betrügerische Vorbereitungshandlungen mit dem Ziel: Das Geld oder Vermögen der möglichen Opfer erlangen!

Die "echte" Polizei rät daher: Bleiben Sie misstrauisch. Echte Polizeibeamte fragen niemals am Telefon nach Ihren Vermögensverhältnissen oder anderen sensiblen Daten. Die echte Polizei kontaktiert niemals einen Bürger über die Notrufnummer 110. Über ausländische Telefondienstanbieter sind die Täter in der Lage, jede beliebige Rufnummer im Display des Angerufenen einzublenden. Dieses Verfahren wird "Call ID Spoofing" genannt und ist mit jeder beliebigen Telefonnummer möglich. Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter/-beamtin aus, lassen Sie sich den Namen nennen und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde an. Vergewissern Sie sich, ob es diesen Polizeibeamten/-beamtin gibt und wie er/sie erreichbar ist. Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen. Auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Haben Sie am Telefon Zweifel an der Echtheit eines Polizisten, nutzen Sie den kostenlosen Notruf 110. So erreichen Sie immer die "echte" Polizei.

Ort
Veröffentlicht
17. April 2018, 09:50
Autor
Rautenberg Media Redaktion