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Verkehrsunfallgeschehen auf den Autobahnen in der Polizeidirektion Braunschweig

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(ots) - Bewertung des Verkehrsunfallgeschehens 2009

im Vergleich zu den Vorjahren.

Allgemeines

Die Autobahnpolizei Braunschweig ist zuständig für das 187,4

Kilometer lange Streckennetz der Autobahnen 2, A 39, A 391, A 392 und

der A 395 in der Region.

Mit 2371 Unfällen auf den Autobahnen im Jahr 2009 ist die Zahl

rückläufig

(2008 - 2452 Unfälle - 3,3 %).

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg auf 332 (2008:

327 + 1,5 %).

Dagegen sank die Zahl der Unfalltoten von 11 im Jahr 2008 auf fünf

Tote.

Auch die Anzahl der Schwerverletzten sank auf 98 (2008: 104 - 5,8

%). Mit 461

leicht verletzten Personen lag die Zahl um 8,2 % höher als 2008

(426).

Hauptunfallursachen im Schnellverkehr der Autobahnen sind nach wie

vor die nicht angepasste Geschwindigkeit, ein zu geringer

Sicherheitsabstand und Fehler beim Fahrstreifenwechsel.

Bei der Betrachtung der Autobahnen im Einzelfall wird der

deutliche Rückgang auf der BAB 2 und ansteigende Unfallzahlen auf der

BAB 39 und der BAB 395 erkennbar.

Darauf wird im folgenden eingegangen.

Die Autobahnen im Einzelnen

BAB 2 (zwischen AS Hämelerwald und Helmstedt = 68,9 km)

1306 Unfälle im letzten Jahr bedeuten den niedrigsten Stand seit

dem Jahr 2000. Es gab 189 (2008: 207)Verkehrsunfälle mit

Personenschaden auf der BAB 2 bei denen 4 (9) Personen getötet, 60

(78) schwer verletzte und 291 (262) leicht verletzt wurden.

Diese ist eine durchweg positive Bilanz.

Der deutliche Rückgang der Unfallzahlen auf der BAB 2 ist zu einem

erheblichen Teil auf die sogenannte Wirtschafts- und Finanzkrise

zurückzuführen, die zeitweilig zu einem Rückgang des LKW - Verkehrs

um bis zu 17 % zum Vergleichsmonat des Vorjahres geführt hat. Auf das

ganze Jahr 2009 bezogen ist der LKW-Anteil auf der BAB 2 um 9,3 % im

Vergleich zu 2008 zurück gegangen. Trotz einer leichten Zunahme ist

also bis jetzt noch nicht das Vorkrisenniveau beim LKW - Anteil auf

der BAB 2 erreicht.

Vor dem Hintergrund der o.a. Krise bleibt auch festzustellen, dass

der Anteil der Verkehrsunfälle mit LKW-Beteiligung noch einmal um

30,5 % rückläufig war (und damit das Niveau von vor 2005 erreicht

hat).

Es ist allerdings auch der Eindruck der Autobahnpolizei, dass die

Präventionsarbeit der letzten Jahre und ein permanenter Kontrolldruck

sowohl bei PKW - als auch bei LKW-Fahrern Wirkung hinterlassen haben.

Bei der Betrachtung der Unfallzahlen für die BAB 2 muss das

Unfallgeschehen vom 19.07.2009 gesondert betrachtet werden. An diesem

Unfallgeschehen mit zwei Schwerpunkten im Bereich Braunschweig und

Peine mit insgesamt 73 Unfällen waren 263 Fahrzeuge beteiligt. 15

Personen wurden schwer und 85 leicht verletzt.

Auch die beiden Verkehrsunfälle mit je zwei Toten ereigneten sich im

westlichen Teil (Peine) der BAB 2. Auf diesem Streckenabschnitt ist

noch keine Verkehrsbeein-flussungsanlage (VBA) installiert. Der Bau

ist für 2010 vorgesehen.

Die Autobahnpolizei Braunschweig fordert in dem Zusammenhang, dass

mit dem Bau der VBA automatische Verkehrsüberwachungsanlagen

installiert werden.

BAB 39 (zwischen AS Baddeckenstedt und AS Weyhausen = 65,4 km)

Die BAB 39 ist seit Ende Januar 2009 durchgängig befahrbar. Dieser

in der Region lang erwartete Lückenschluss führte zur Verlagerung von

Verkehrsströmen. Die Auswirkungen auf das Verkehrsunfallgeschehen

sind noch nicht zuverlässig bewertbar. Die prognostizierte Entlastung

der BAB 2 zwischen den AK Braunschweig Nord und WOB/Königslutter ist

mit Blick auf die von der Wirtschaftskrise beeinflussten

Zahlen noch nicht erkennbar.

Gleichzeitig gab und gibt es auf der BAB 39 viele Baustellen,

einschließlich der Groß-baustelle um das AD Braunschweig-Südwest.

Baustellen wirken sich generell unfallerhöhend aus.

Vor dem Hintergrund stiegen die Unfallzahlen durchweg an. Im Jahr

2009 passierten 567 (2008: 437 + 30 %) Unfälle. Bei 62 (2008: 45 + 38

%) Unfällen mit Personen-schaden wurde eine Person (2008: 1) getötet,

12 (7) schwer und 72 (70) leicht verletzt.

BAB 391 (zwischen AD Braunschweig-Südwest und AS

Braunschweig-Wenden

= 13,3 km

Der positive Abwärtstrend der Gesamtunfallzahlen auf der A391 im

Stadtgebiet von Braunschweig setzt sich fort. Es gab 240 (2008:

272)Verkehrsunfälle.

Nachdem im Jahr 2008 die niedrigsten Zahlen seit dem Jahr 2000 bei

den Unfallfol-gen zu verzeichnen waren, ist 2009 ein leichter

Anstieg festzustellen.

Unfälle mit Personenschaden 23 (2008: 17), wie 2008 keine Getöteten,

Schwerver-letzte: neun (4), Leichtverletzte: 24 (19).

Es bleibt zu hoffen, dass das seit längerer Zeit beschlossene und in

den letzten Tagen eingerichtete LKW-Überholverbot auf der gesamten

BAB 391 in beiden Richtungen zur weiteren Entspannung der Situation

beiträgt.

BAB 392

Die 45 (2008: 31) Verkehrsunfälle auf der A 392 markieren einen

Anstieg.

Es gab fünf (2008: 5) Unfälle mit Personenschaden bei denen keine

Person getötet bzw. schwer verletzt wurde (2008 ein Schwerverletzter)

Zehn Personen (2008: 5) wurden leicht verletzt. Das Unfallgeschehen

auf diesen vier Kilometern Autobahn wird als entspannt bewertet.

BAB 395 (zwischen AK Braunschweig- Süd - AD Vienenburg = 35,8

km)

Die Zahl von 227 Unfällen (2008: 182 + 25 %) markiert

möglicherweise eine Wende. Das gilt auch für die übrigen Zahlen.

Im Einzelnen gab es bei 42 (2008: 31) Unfällen mit Personenschaden 14

(14) schwer- und 42 (26) leichtverletzte Verkehrsteilnehmer.

Es gibt erste Beobachtungen, die darauf schließen lassen, dass sich

nach dem Lückenschluss der B 6n Verkehre verlagern (u.a. Meidung der

BAB 2 im Großraum Braunschweig - Magdeburg).

Dazu wurde der Verkehr auf der BAB 395 im vergangenen Jahr längere

Zeit durch Baustellen behindert. Dies wird auch 2010 zeitweise der

Fall sein.

Weiterhin bewertet die Autobahnpolizei Braunschweig die baulichen

Verhältnisse im AD Vienenburg als verbesserungswürdig. Insbesondere

die Verkehrsverbindung von

Braunschweig zur B 6n in Richtung Wernigerode muss nach Ansicht der

Autobahnpolizei entschärft werden.

Fazit

Die Senkung der Unfallzahlen, insbesondere auf der BAB 2, markiert

auch weiterhin die Hauptaufgabe der Autobahnpolizei Braunschweig.

Wir werden also in der Präventionsarbeit aber auch in der Verfolgung

von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr nicht

nachlassen.

Dabei geht es insbesondere um die Verfolgung von Geschwindigkeits-

und Ab-standsverstößen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Überwachung des Schwerverkehrs im

Hinblick auf die Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten, der

Ladungssicherung und des technischen Zustandes der Fahrzeuge sein.

Im AD Braunschweig-Südwest bringt der Baufortschritt im Jahre 2010

weitere spürbare Eingriffe in die Verkehrsführung, die den Grad der

Behinderungen erhöhen werden.

Allgemein ist jedoch zu sagen, dass die Verkehrsteilnehmer aus der

Region die bau-stellenbedingten Behinderungen bisher recht gut

gemeistert haben. Insbesondere der täglich Berufsverkehr hat sich

wohl neue Wege zur Umgehung gesucht.

Hinweis für die Medien:

Angaben zum Unfallgeschehen auf Autobahnen, bezogen auf einzelne

Bereiche in den Städten und Landkreisen der Region, erhalten Sie von

der Autobahnpolizei unter Tel. 0531/476-3721.

Ort
Veröffentlicht
10. März 2010, 11:59
Autor
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