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Osteuropäische Straftäter haben es auf Ihr Eigentum abgesehen Polizei warnt vor Diebstählen von VW Multivan

(ots) - Bei rückläufigen Diebstahlszahlen entwickelt

sich der Diebstahl von T 4 / T 5 in der Region und bundesweit zu

einem Problem. In den vergangenen Tagen sind vier Kraftfahrzeuge der

Marke VW Multivan verschwunden - in der gestrigen Nacht wurden in

Braunschweig drei weitere Fahrzeuge dieser Bauart entwendet; bei

einem Fahrzeug wurde der Diebstahl versucht.

Seit August 2008 bis heute sind in der Region Braunschweig 163

Fahrzeuge der genannten Baureihen verschwunden. Dazu kommen 99

unvollendete oder gescheiterte Angriffe auf diesen Fahrzeugtyp.

Dieser hohen Zahl an versuchten und vollendeten Straftaten gegen das

Eigentum Dritter, steht die Zahl von wenigen sichergestellten Autos

gegenüber.

Bundesweit wurden von den genannten Fahrzeugtypen 2008 insgesamt 909

Fahrzeuge entwendet. Zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 7,1 %

bei T 4 Modellen und gar 75 % Zunahme beim Multivan T 5. Dabei liegt

der Schwerpunkt in Bundesländern mit Grenzen zu Osteuropa.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler, spielen regionale Faktoren bei

dem Kriminalitätsgeschehen eine wichtige Rolle. Stammhaus und einige

Produktionsstätten des Automobilkonzerns VW liegen in der Region

Braunschweig. Erschwerend kommt hinzu, dass die Täter nicht regional

ansässig sind und in der überwiegenden Zahl von weit her anreisen.

Die Region Braunschweig ist "Transitland" und liegt an der

Wirtschaftsachse Bundesautobahn 2. Die überregionalen Rechtsbrecher

nutzen diese schnelle Fluchtmöglichkeit rigoros aus. Sie stehlen

rechts und links der BAB (30 - 50 km - Zone), verbringen anschließend

ihre Beute auf der schnellen Fernstraße und reisen zügig in Richtung

Osten ab. Dabei nutzen sie den Vorteil, dass zwischen dem Verüben der

Straftat und dem Erkennen des Diebstahls häufig eine Zeitspanne von

mehreren Stunden liegt. So befindet sich das rollende Diebesgut bei

der Anzeigenaufnahme und der Fahndungsauslösung meist schon im

Ausland.

Die Vorgehensweise der Täter lässt dabei auf eine Spezialisierung

schließen. Zunächst werden die Standorte der in Frage kommenden

Fahrzeuge ausgekundschaftet, dann reisen die Täter in größeren

Gruppen an, um mehrere Fahrzeuge während der Nacht oder am Vormittag

zu entwenden. Der oder die Täter verschaffen sich gewaltsam Zugang

zum Fahrzeuginnenraum. Danach werden die technischen

Sicherungsanlagen außer Kraft gesetzt. Die Kraftfahrzeuge werden

sofort nach der Straftat außer Landes über die BAB 2 in Richtung

Osten verbracht.

Die Polizei rät den Besitzern dieser Fahrzeuge:

--- Verschließen Sie Ihr Fahrzeug immer und lassen Sie das

Lenkradschloss einrasten.

--- Überprüfen Sie Ihr Fahrzeug auf Verschluss.

--- Parken Sie nicht in dunklen Seitenstraßen, suchen Sie hell

erleuchtete Stellflächen.

--- Statten Sie Ihr Carport mit einem Bewegungsmelder mit Beleuchtung

aus.

--- Erstatten Sie sofort Anzeige, wenn Sie das Verschwinden Ihres

Fahrzeuges bemerken.

--- Stellen Sie Ihr Fahrzeug in einer Garage ab.

--- Die bekannte Lenkradkralle ist nach wie vor ein gutes

Sicherungsmittel.

Neben den oben genannten Hinweisen für Fahrzeugbesitzer kann Jeder

etwas zur Sicherheit des Eigentums beitragen. Informieren Sie Ihre

Polizeidienststelle über verdächtige Personen, Personengruppen oder

verdächtige fremde Fahrzeuge in Ihrem Wohnbereich.

Für weitere Informationen rund um die Sicherung Ihres

Kraftfahrzeuges steht Ihnen Ihre Polizei gerne zur Verfügung.

Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Polizeiberatungsstelle.

Ort
Veröffentlicht
25. Februar 2010, 14:37
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