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(ots) /- Braunschweig, Hansestraße 17.07.2019, 15 Uhr Ein Mann entnahm während der Fahrt aus dem Fahrradkorb eines anderen Fahrrads das Portemonnaie, nahm Geld heraus und legte das Portemonnaie zurück in die Handtasche der Geschädigten. Trotz der sofortigen Verfolgung durch Zeugen konnte der Dieb entkommen. Am Mittwochnachmittag fuhr eine 65-Jährige mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg die Hansestraße in Richtung stadtauswärts entlang. Ihre Handtasche hatte sie mit dem Reißverschluss geschlossen und in ihren Fahrradkorb auf dem Gepäckträger gelegt. Um einem Verlieren oder einem Diebstahl vorzubeugen, hatte die Frau extra die Henkel der Handtasche um die Satteltasche gelegt. Dies hielt einen zweiten Radfahrer aber nicht davon ab, der Frau zu folgen. Er fuhr mit seinem Fahrrad knapp hinter der Frau, griff während der Fahrt in die Handtasche und nahm das Portemonnaie heraus. Nachdem er Bargeld herausgenommen hatte, verstaute er das Portemonnaie wieder in der Handtasche, die immer noch im hinteren Fahrradkorb der radelnden Frau lag. Diese bekam von alledem nichts mit, gab aber später an, das tatsächlich Bargeld fehle. Ein aufmerksamer Autofahrer und seine Frau konnten das Geschehen beobachten und wollten den Dieb zur Rede stellen. Doch bevor sie dazu kamen, flüchtete der Mann in entgegengesetzte Richtung, so dass der Autofahrer auf Grund der Straßenführung nicht folgen konnte. Auch ein weiterer Radfahrer, der die Flucht mitbekommen hatte, versuchte den Dieb, der nun in Richtung stadteinwärts fuhr, zu folgen und anzusprechen. Dieser Zeuge konnte später leider nicht mehr von der Polizei angetroffen werden. Der Beschuldigte sei Anfang bis Mitte 20 Jahre alt, ca. 1,75 m groß und schlank. Er habe braune, kurze Haare und ein südländisches Aussehen und trug ein weißes Oberteil sowie eine helle Hose. Daher bittet die Polizei den radfahrenden Zeugen sowie Personen, die Hinweise auf die Tat bzw. den Täter geben können, sich bei der Polizei unter 0531/476-3315 zu melden.
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(ots) /- Braunschweig 16.07.2019 Im Rahmen seiner Sommerreise informierte sich der Innenminister Boris Pistorius über polizeiliche Innovationen und zeigte sich in Braunschweig begeistert von der Nähe und der Begegnung auf Augenhöhe zwischen Polizei und Bürger. Wie ein roter Faden zogen sich die Worte des Ministers durch die gesamte Veranstaltung. Nach einem gemeinsamen Foto gleich zu Beginn mit den E-Bikes im Vordergrund und einer herzlichen Begrüßung durch den Inspektionsleiter der Polizei Braunschweig Axel Werner lagen die Fakten quasi auf dem Tisch: "Blech trennt!" Eine klare Aussage, die die Nähe der Polizisten auf den Fahrrädern zu den Menschen auf der Straße verdeutlicht. Diese Begeisterung wurde zunächst durch eine informative Vorstellung der Ziele und Einsatzbereiche der Fahrradstaffel sowie Ausblicke und Erfahrungen der Polizei durch den Leiter Einsatz und Verkehr Jörg Bodendiek genährt. Er betonte die Bandbreite an Handlungsfeldern von Verkehrssicherheitsarbeit über präventive, aber auch repressive Kontrollen bis hin zur Kriminalitätsbekämpfung. Herr Pistorius stellte fest, dass die Polizei gerade in Zeiten der steigenden Aggressivität gegenüber Polizei- und Rettungskräften durch die Arbeitsweise der Fahrradstaffel näher und direkter an die Bürger herankommt, als wenn sie wie sonst üblich und erforderlich mit dem Streifenwagen unterwegs ist. Der Polizeibeamte und Mitglied der Fahrradstaffel Mathias Chmela bestätigte die Aussage zur gelebten Bürgernähe. Er schätze die hohe Akzeptanz der Bürger, die den fahrradfahrenden Polizisten entgegengebracht wird. Meist gehe man auch nach verwarnenden Maßnahmen wertschätzend auseinander und wünsche sich gegenseitig und ehrlich einen schönen Tag. So sieht auch der Leiter der Verfügungseinheit Christian Fischer die Fahrradstaffel als ein Bindeglied zwischen dem klassischen Streifendienst und den Fußstreifen, zumal die Fahrräder auch schlecht erreichbare Gegenden befahren und somit die Funkstreifen entlasten und ergänzen können. Er erfährt die Fahrradstaffel als perfekte Sache. Axel Werner freute sich über die Motivation, die die mittlerweile sieben Beamtinnen und Beamten täglich zeigen, und fügte hinzu, dass sich für ihn gar nicht die Frage stelle, ob dieses Projekt weitergeführt werden soll. "Ich habe da so viel Herzblut drin!" So zeigt die Polizei mit dem Einsatz der Fahrradstaffel einmal mehr, dass sie für Hinweise, Kritik und Fragen ansprechbar ist - sei es in den Polizeidienststellen oder direkt draußen auf der Straße. Zum Abschluss des gemeinsamen Gesprächs zog Herr Pistorius aus den Berichten der Polizeibeamtinnen und -beamten eine positive Bilanz: "Die Polizei ist mit der Fahrradstaffel anfassbar und sichtbar, so soll das sein. Eine Einrichtung nicht nur für die großen Städte, sondern auch für die Fläche."
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