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Schiffsunfall: Binnenmotorschiff bleibt an Hunte-Brücke hängen

(ots) - Auf der Hunte kam gestern Nachmittag das Binnenmotorschiff "Marino" beim Passieren der Eisenbahndrehbrücke Elsfleth Ohrt mit der Ladung im Leitwerk der Brücke fest und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Das 80 Meter lange und 5,90 Meter breite Schiff war mit 20 Leercontainern beladen und von Oldenburg Richtung Elsfleth unterwegs.

Die Schifffahrt wurde in beide Richtungen gesperrt. Aufgrund des auflaufenden Wassers wurde das Huntesperrwerk geschlossen. So wollte man den Wasserstand halten und verhindern, dass sich die Marino weiter unter der Brücke verfängt. In das Schiff wurde Ballastwasser gepumpt. Damit sollte erreicht werden, dass es tiefer eintaucht, um so wieder freizukommen. Die Eisenbahnbrücke durfte nicht gedreht werden, da man Probleme mit den Hochspannungsleitungen befürchtete. Der Bahnverkehr war eingeschränkt.

Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt, Ladung ging nicht über Bord. Auch ölhaltige Schadstoffe traten nicht aus. Zur Unfallursache und zur Höhe des Sachschadens können noch keine Angabe gemacht werden. Die Vertreter der zuständigen Gefahrenabwehrbehörde der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und das Notfallmanagement der Bahn waren am Unfallort und führten gemeinsam ihre Aufgaben durch.

Durch den setzenden Ebbstrom kam das Binnenschiff gegen 18:20 Uhr wieder frei und setzte seine Fahrt nach Elsfleth fort.

Die polizeilichen Ermittlungen zur Unfallursache durch Beamte der Wasserschutpolizei Brake dauern an./hof

Ort
Veröffentlicht
15. März 2013, 07:37
Autor
Rautenberg Media Redaktion