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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein Sprichwort besagt: "Wenn ihr schnell vorankommen wollt, geht alleine. Wenn ihr aber weit kommen wollt, geht gemeinsam." Auch die Kommunen, die vor 50 Jahren zum heutigen Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen wurden, sind gemeinsam weit gekommen: Mit seiner zentralen Lage, der guten Infrastruktur und der hohen Einwohnerdichte ist der Rhein-Sieg-Kreis wirtschaftlich stark, landschaftlich reizvoll und vielseitig attraktiv für Einheimische und Touristen. Die interkommunale Zusammenarbeit innerhalb des Kreises ist hervorragend. So haben wir mit den linksrheinischen Kommunen erst kürzlich die "rheinische Apfelroute" eingeweiht, einen einzigartigen Themenradweg durch die größte Obst- und Gemüseanbauregion Nordrhein-Westfalens. Außerdem verbindet uns zum Beispiel ein gemeinsamer Klimamanager, die interkommunale Energieberatung und ein gemeinsames E-Bike-Verleihsystem, das eines der ersten regionalen Fahrradverleih-Systeme Deutschlands ist. Und auch die Stadt Bornheim ist weit gekommen, seit sich die drei Gemeinden Sechtem, Hersel und Bornheim vor 50 Jahren auf einen gemeinsamen Weg begeben haben. Obwohl dies ja - wie im Kreis - nicht freiwillig geschehen war. Denn damals stieß das sogenannte "Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn", das zum 1. August 1969 in Kraft trat, nicht überall auf Begeisterung. Oder besser gesagt: Anfangs war keine der drei Gemeinden des Amtes Bornheim einverstanden, alle drei wollten lieber selbstständig bleiben. Schließlich war man überzeugt, auch im Alleingang stark und leistungsfähig zu sein. Doch aller Protest nützte nichts. Zum Glück, können wir aus heutiger Sicht sagen. Denn der Zusammenschluss zur neuen amtsfreien Gemeinde Bornheim brachte uns nicht zuletzt die Einrichtung einer "Grundausstattung" mit Bücherei, Jugendheim und HallenFreizeitBad. Da das "neue" Bornheim damals bereits rund 30.000 Einwohner hatte, sollte es zusätzlich sogar mehrere Schulformen, sowie einen Raum für größere Veranstaltungen, die Rheinhalle, bekommen. So gab die Neugliederung - zusätzlich zu zahlreichen Initiativen von Bürgern, Vereinen und Politik - einen weiteren Impuls, dass hier in den folgenden Jahrzehnten viele tolle und wertvolle Institutionen geschaffen wurden. Zugleich war sie die Voraussetzung dafür, dass wir 1981 von der Gemeinde zur Stadt wurden. Und heute hat man sich zu einer dezentral strukturierten Stadt zusammengerauft. Ob am Rhein, im Vorgebirge oder in Insellage, ob 900 Einwohner oder 8.000, ob mit Schloss, Burg oder Kloster: Jede Ortschaft im Stadtgebiet ist etwas ganz Besonderes, genau wie ihre Einwohnerinnen und Einwohner, die sie so liebens- und lebenswert machen. Aber so individuell und verschieden unsere 14 Ortschaften auch sind - sie gehören doch alle zusammen. Und unsere dezentrale Struktur ist für die Infrastruktur ein großer Vorteil. Flächendeckend gibt es ein örtliches Angebot von insgesamt 14 Schulen, über 30 Kitas, zahlreichen Ärzten und vielfältigem Einzelhandel. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich bin stolz darauf, Bürgermeister unserer wunderschönen Stadt zu sein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten prächtig entwickelt hat. Als drittgrößte Kommune im Rhein-Sieg-Kreis haben wir inzwischen fast 50.000 Einwohner und wachsen immer noch weiter. Natürlich haben wir das bereits gebührend gefeiert. Im Juli wurde im Rathaus eine große Ausstellung eröffnet, die unser Stadtarchiv gemeinsam mit den städtischen Schulen, Kindergärten und der Jugendarbeit auf die Beine gestellt hat. Mit vielen Bornheimerinnen und Bornheimern haben wir die Entstehung des heutigen Rhein-Sieg-Kreises vor 50 Jahren, den historischen Zusammenschluss der Gemeinden Bornheim, Hersel und Sechtem sowie die Entwicklung Bornheims zur Stadt und zum Mittelzentrum zwischen Bonn und Köln Revue passieren lassen. Dabei ging es auch um die spannende Frage: In was für einer Stadt wollen wir in Zukunft leben? Und schon jetzt lade ich alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich am Samstag, 21. September 2019, noch einmal intensiv mit der kommunalen Neugliederung zu befassen. Organisiert von der Volkshochschule Bornheim/Alfter werde ich gemeinsam mit dem Stadtarchivar durch die 14 Ortschaften Bornheims und ihre Geschichte führen - von der Antike bis in die Gegenwart. Für Alteingesessene wie für Neubürger eine einmalige Gelegenheit, ihre Stadt (noch) besser kennenzulernen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mein herzlicher Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass unser Kreis und unsere Stadt schon so weit gekommen sind, und die sie kontinuierlich weiter voranbringen: als Mitglied in Rat und Ausschüssen, als Mitarbeiter in der Verwaltung und anderen Institutionen oder als ehrenamtliche Kraft im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. Oder einfach als Bürgerin oder Bürger, die Kreis und Kommunen ja buchstäblich erst mit Leben füllen. Ihnen allen und natürlich dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis wünsche ich weiterhin alles Gute - für die nächsten 50 Jahre und darüber hinaus. Herzlichst Ihr Bürgermeister Wolfgang Henseler
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Liebe Bürgerinnen und Bürger! Der Rhein-Sieg-Kreis feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Eine runde Sache und eine Erfolgsgeschichte, auf die ich als Landrat des Rhein-Sieg-Kreises sehr stolz sein darf. Denn der Kreis hat sich mit seinen 19 Städten und Gemeinden links und rechts des Rheins in diesen fünf Jahrzehnten ganz großartig entwickelt. Was die Bevölkerungszahl angeht, sind wir der zweitgrößte Kreis in Deutschland, nahezu 600.000 Menschen haben hier ihre Heimat. Das sind gut 50 Prozent mehr Einwohnerinnen und Einwohner, als der Rhein-Sieg-Kreis noch vor 50 Jahren hatte. Vieles sah 1969 noch anders aus: Die kommunale Neugliederung verlief holprig und war umstritten. Eine "Schnapsidee" nannten Kritiker das, was damals neu entstand. Weil die Bundesstadt Bonn in der Mitte liegt, sprachen sie spöttisch vom "Halskrausenkreis". Doch bald kam die Einsicht, dass die Gründerväter des Rhein-Sieg-Kreises mit sehr viel Weitsicht gehandelt haben. Das konnte auch der sogenannte Hauptstadtbeschluss 1991 nicht ändern. Diese Herausforderung haben wir angenommen und mit Bravour gemeistert. Der Strukturausgleich ist gelungen, er geht aber weiter. Denn wir müssen den Bund nach wie vor an seine Verpflichtungen der Region gegenüber erinnern und den schleichenden Umzug der Ministerien nach Berlin aufhalten. Zusammen mit den Spitzenvertretern der Region habe ich gerade erst in diesem Juni zu "25 Jahre Berlin-Bonn-Gesetz" ein Verhandlungspapier auf den Weg gebracht, welches als Leitbild unsere Erwartungen an den Bund formuliert. Der Erfolg des Rhein-Sieg-Kreises ruht auf vielen Säulen, zum Beispiel der hervorragenden Lebensqualität hier bei uns. Leben, wo andere Urlaub machen: Die schöne Natur z.B. im Siegtal, im Windecker Ländchen oder im Vorgebirge zieht Erholungssuchende magisch an. Sei es beim Wandern, Fahrradfahren oder beim Sport: Die Landschaft zwischen Swisttal und Windeck bietet einen unvergleichlichen Mix. Damit das für alle so bleibt, nehmen wir auch den Natur- und Umweltschutz sehr ernst. Das vielleicht beste Beispiel ist der Naturpark Siebengebirge. Er ist einer der ältesten Naturparke in Deutschland und der älteste in NRW. Besonders hier treffen Natur und Tourismus zusammen, und beides halten wir im harmonischen Einklang. Viele weitere Facetten machen das Leben und Arbeiten hier besonders. Die breit gefächerte Bildungslandschaft mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg lädt junge Menschen aus aller Welt dazu ein, hier bei uns ihre Karriere zu starten. Sie gründen neue Unternehmen, Firmen oder Start-Ups und schaffen Arbeitsplätze. Aber auch bestehende Unternehmen siedeln sich im Rhein-Sieg-Kreis an, weil hier sie hier eine funktionierende Infrastruktur und ideale Bedingungen vorfinden. Das will ich als Landrat fördern und habe im vergangenen Jahr zusammen mit der Stadt Bonn das gemeinsame Gewerbeflächenkonzept ins Leben gerufen. Denn die Sicherung der Zukunftsfähigkeit geht nur gemeinsam! Damit die Menschen hier arbeiten, müssen sie auch eine Wohnung haben. Bezahlbarer Wohnraum ist für mich eins der wichtigsten Zukunftsthemen. Der Rhein-Sieg-Kreis ist eine Zuzugsregion und benötigt bis 2030 etwa 30.000 zusätzliche Wohneinheiten. Um das zu erreichen, müssen wir uns Fördermittel des Landes sichern und gezielt in geordnete Bahnen lenken. Dafür setze ich mich ein. Die Menschen leben nicht nur im Rhein-Sieg-Kreis, sie füllen ihn mit Leben. Denn jede Region ist nur so gut wie die Bereitschaft zum Engagement. Mein besonderer Dank gilt deshalb den vielen ehrenamtlich Tätigen! Egal, ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, in Sport- und Traditionsvereinen, Initiativen oder Interessengruppen: Das Ehrenamt ist die tragende Säule der Gesellschaft, denn unsere Zivilgesellschaft lebt von einem lebendigen bürgerschaftlichen Einsatz Vieler - vor 50 Jahren, heute und auch in Zukunft! Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine spannende Lektüre. Ihr Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises
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