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Stadtbetrieb steigt in E-Mobilität ein

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Waldorf. Seit dem 6. August hat der Stadtbetrieb Bornheim sein erstes Elektrofahrzeug im Einsatz, einen "Smart fortwo electric drive". Finanziert wurde es von acht regionalen Sponsoren. Nur für die Batterie-Miete muss der Stadtbetrieb 50 Euro monatlich entrichten. Das umweltfreundliche Auto wird hauptsächlich zur Straßenkontrolle und im Pendelverkehr zwischen Stadtbetrieb und Rathaus eingesetzt. Eine öffentlich zugängliche Ladestation mit Ökostrom wurde von der Rheinenergie AG vor dem Stadtbetriebsgebäude am Waldorfer Donnerbachweg 15 eingerichtet, die von allen Fahrern von Elektromobilen genutzt werden kann.

Bei einer Leistung von 55 Kilowatt ist der Smart fast 130 Stundenkilometer schnell. Seine Reichweite mit einer Stromladung liegt im Sommer bei rund 120 und im Winter bei circa 100 Kilometern. "Die Batterie-Leistung ist bei dieser Fahrzeugart nach wie vor das zentrale Problem", erläuterte Stadtbetriebs-Vorstand Ulrich Rehbann anlässlich der Autoübergabe verbunden mit der Hoffnung, "dass hier künftig deutlich Fortschritte erzielt werden." Die Ladezeit an einer üblichen Steckdose beläuft sich auf sieben bis acht Stunden, die sich an einer Schnellladestation auf rund eineinhalb Stunden verkürzt.

"Als Stadt haben wir bereits seit 2014 zwei Elektro-Smarts im Einsatz und konnten viele Erfahrungen damit sammeln", berichtete Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler, der die offizielle Fahrzeugübergabe vornahm. "Ich freue mich, dass der Stadtbetrieb diesen Ball aufgenommen hat und nun selbst e-mobil fährt und so einen Beitrag zur Reduktion der Abgaswerte in Bornheim leistet." Insgesamt hat die Einrichtung 40 Fahrzeuge im Einsatz, die meisten im gewerblichen Bereich. "Für die dafür benötigten Fahrzeuge gibt es derzeit noch keine Elektro-Alternativen, deren Anschaffung für uns sinnvoll wäre", bedauerte Rehbann.

"Die Unterstützung der guten Sache steht für uns im Vordergrund", begründete Sponsor Lutz Reichstein vom gleichnamigen Architekturbüro sein Engagement. H. Peter Schumacher (Schumacher und Hoß Ingenieure) lobte die Stadt für "diese gute Idee" und betonte, "dass der ökologische Gedanke in allen Bereichen, gerade auch beim Bau, zunehmend Einzug erhält." (WDK)

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Veröffentlicht
15. August 2015, 00:00
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