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"Kunsthof ist ein großes Geschenk für diese Stadt"

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"Kunsthof ist ein großes Geschenk für diese Stadt"

Erfolgreiche 20. Jahresausstellung des Kunsthof Merten - Sechs KünstlerInnen präsentierten aktuelle Werke

Merten. "Sie haben hier ein großes Juwel. Solch ein Kulturbetrieb ist ein großes Geschenk für diese Stadt." Mit diesen Worten verdeutlichte die Kuratorin und Künstlerin Cornelia Genschow in ihrer Einführungsrede zur 20. Jahresausstellung "XX" des Kunsthof Merten die besondere Bedeutung dieser Kreativstätte für die gesamte Stadt Bornheim. Anschließend stellte sie den rund 75 Gästen der Vernissage mit viel Empathie und großem Sachverstand die ausstellenden sechs KünstlerInnen und ihre Werke vor. Bürgermeister Wolfgang Henseler lobte in seinem Grußwort ebenfalls die hohe künstlerische Qualität und die Bereicherung des kulturellen Lebens der Stadt durch die engagierten Malerinnen und Bildhauer. Zuvor hatte Gründer und Eigentümer Martin Langer die Geschichte und Entwicklung des Kunsthofs kurz Revue passieren lassen.

Maria Dierker präsentierte neue Bilder ihres Baumzyklus und eine Installation. Sie verleiht damit künstlerisch der unendlichen Vielfalt der Bäume Ausdruck und unterstreicht die Notwendigkeit des Klima- und Naturschutzes. Der Bildhauer Martin Langer zeigte Skulpturen aus den letzten Jahren: "Geschöpfe" in Formensprache der Natur, seine hölzernen "Artefakte" und seine "Könige und Königinnen" aus Holz oder Beton. Mit Malerei, Collagen, Drucken, Monotypien und Nähbildern zog Sigrid Rauscher eine Spur durch ihre künstlerischen 20 Jahre im Kunsthof. Regina Thorne präsentierte neue Arbeiten, darunter "couverture de la Loire", aus trockenem Flussbett gefundene Stoffe, verwandelt in Kunstwerke. Birgit Wenninghoff stellte mit "projections of a random shape" eine Arbeit aus, der die Neugier auf das Potential der zufälligen Form zu Grunde liegt. In ihren Arbeiten verdeutlichte Gastkünstlerin Maike Nowottny, dass Leben immer auch Bewegung bedeutet. Diese erzeugt Reibung und damit Abrieb. Dadurch entstehen Spuren, die in unterschiedlicher Weise sichtbar werden.

Begleitend zur 20. Ausstellung erschien eine je sechs Arbeiten auf Papier in einer Box umfassende Edition der ausstellenden KünstlerInnen. Eine Präsentation mit Fotos und alten Einladungskarten gab den Besuchern einen Einblick in die Entwicklung des Kunsthofes seit seiner Gründung. Das A-Cappella-Ensemble "Die Himmeltöchter" begeisterte in einem die Ausstellung begleitenden Konzert die zahlreichen Zuhörer. Ein besonderer Blickfang im Innenhof war eine Drachenbank, die Jugendliche unter der Leitung von Martin Langer im Rahmen des Sommerferienprogramms des städtischen Jugendamtes entworfen und gefertigt haben. (WDK)

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Veröffentlicht
11. Oktober 2019, 04:12
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