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Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen suchen Nachwuchs

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Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen suchen Nachwuchs

Branche bietet attraktive Zukunftsperspektiven

Die Fahrschulen in Deutschland sind auf der Suche nach Nachwuchs, so ein Ergebnis des Fahrschul-Klima-Index von Moving, der International Road Safety Association e.V.. Der Verband bringt regelmäßig den Branchenreport sowie inzwischen sieben landespezifische Regionalreporte zur Entwicklung und Zufriedenheit der Fahrschulen in Deutschland heraus.

Nordrhein-Westfalen sucht Fahrlehrer: knapp 150 offene Stellen

Aktuell werden laut Moving Regionalreport 147 Fahrlehrer allein im Bundesland Nordrhein-Westfalen gesucht. Dem gegenüber stehen 133 arbeitslose Fahrlehrer. "Nordrhein-Westfalen braucht Fahrlehrer", so Jörg-Michael Satz, Präsident von Moving: "Deshalb ist es uns als Verband wichtig, über die Bedeutung und Attraktivität des Berufs aufzuklären." Denn der Fahrlehrer-Beruf ist nicht nur gesellschaftlich sehr wichtig, sondern er bietet auch jede Menge Abwechslung, gerade vor dem Hintergrund neuer Technologien. Immer mehr Fahrschulen bilden auf Elektro-Autos aus. Das wird demnächst sogar mehr, da das Bundesverkehrsministerium in Aussicht gestellt hat, die Automatik-Regelung bei der Fahrprüfung abzuschaffen. "Wenn diese neue Regelung in Kraft tritt, werden immer mehr Fahrschulen ihren Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umstellen. Fahrschüler können auf modernen Fahrzeugen ausgebildet und somit besser als bisher auf die Elektromobilität von morgen vorbereitet werden", so Jörg-Michael Satz.

Ausbildung auf Elektro-Autos in Nordrhein-Westfalen unter dem Bundesdurchschnitt

Nur 2,5% der Fahrschulen Nordrhein-Westfalen bieten bisher eine Ausbildung auf E-Autos an. Damit bietet sich den Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen noch Nachholpotenzial, aber ebenso die Möglichkeit ein neues Geschäftsfeld zu erschließen. Im Durchschnitt bieten nur 4,9% der Fahrschulen in Deutschland eine Ausbildung auf E-Autos an. "Der Umgang mit und das Lehren von neuen Technologien, wie das Bedienen von teilautomatisierten Fahrassistenzsystem, werden zukünftig zu den wichtigen und spannenden Aufgaben des Fahrschul-Lehrers gehören", zeigt Satz die Perspektiven des Berufs auf.

Hohe Zufriedenheitsrate der Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen

Wie der Moving Regionalreport weiterhin ergab, ist die Mehrheit der befragten Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen zufrieden mit dem erzielten Umsatz im 2. Halbjahr 2018. Mit 81% liegt die Zufriedenheitsquote etwa auf dem Niveau des Bundesdurchschnittes, der 82% Zufriedenheit vermeldet. 19% der befragten Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen waren sogar sehr zufrieden mit dem Umsatzergebnis. Die Fahrschulen in Nordrhein-Westfalen blicken zudem positiv in die Zukunft: So gaben 27% der Fahrschulen an, dass sie glauben, der Umsatz im 1. Halbjahr 2019 werde sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 steigern, 61% gingen von einer konstanten Umsatzentwicklung aus.

Fahrlehrer-Beruf bietet flexible Arbeitszeitmodelle

Wie Moving weiter herausfand, liegt das durchschnittliche Alter der Fahrlehrer in Nordrhein-Westfalen bei 52,3 Jahren und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt mit 53,7 Jahren (Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg, 2019). Auch sind nur wenige Frauen an einer Ausbildung zur Fahrschullehrerin interessiert. Gerade mal zwölf Prozent der Fahrlehrer in Nordrhein-Westfalen sind Frauen, der Bundesdurchschnitt zählt knapp zehn Prozent. "Dabei bietet der Beruf gerade für Frauen attraktive Arbeitszeitmodelle, mit denen sich Beruf und Familie wunderbar vereinbaren lassen", hebt Moving Präsident Satz die Vorteile hervor.

Ort
Veröffentlicht
08. November 2019, 09:06
Autor
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