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Besucher begeistert von Ausstellung "Fundstück"

Besucher begeistert von Ausstellung "Fundstück"

Gemeinsames Thema individuell umgesetzt - KünstlerInnen zeigten im Kunsthof Merten neue Werke

Merten. " Es war wieder eine gelungene Ausstellung. Das Thema "Fundstück" hat die zahlreichen Besucher angesprochen und so einen intensiven Dialog zwischen uns Künstlern und den Besuchern ermöglicht." Bildhauer Martin Langer, Eigentümer des Kunsthofes, war mit dem letzten Septemberwochenende genauso wie die Künstlerinnen Maria Dierker, Regina Thorne, Birgit Wenninghoff und Gastkünstlerin Heidi Hildebrand zufrieden. "Unsere Jahresausstellung ist seit vielen Jahren ein echtes Highlight in unserem künstlerischen Schaffen. Für mich ist vor allem der intensive Kontakt mit den kunstinteressierten Gästen und deren Wertschätzung unserer Arbeit eine echte Bereicherung, die immer wieder neue Impulse für die weitere Arbeit gibt", ergänzte Dierker. Für die Stadt Bornheim stellte der stellvertretende Bürgermeister Jörn Freynick (MdL) fest: "Der Kunsthof hat einen hohen Stellenwert für Kunst und Kultur in unserer Kommune." Die Einführung in das Thema hielt der Historiker Mathias Lynders im Rahmen der Vernissage am Abend des 28. Septembers. Ergänzend zur Ausstellung gab Anna Lindblom ein mit großem Beifall bedachtes Solokonzert mit Gesang, selbstgebauten Instrumenten, Fundstücken und einer Loop-Maschine.

"Es passierte an einem stinknormalen Tag am Strand. Ich war wie immer mit meiner Kronkorkensammlung beschäftigt und blieb ohne besonderen Grund stehen. Da sah ich das Ding zum ersten Mal." Dieser Fragestellung des australischen Schriftstellers und Illustrators Shaun Tan in seinem Werk "Die Fundsache" spürten die KünstlerInnen in ihren neuen Werken auf jeweils ganz individuelle Weise nach und interpretierten sie mit ihren künstlerischen Ausdrucksformen. Sie luden damit die Besucher ein, sich selbst ein Bild von der Vielfalt künstlerischer Arbeit in Bildern, Skulpturen und Installationen zu machen. Darüber hinaus zeigen sie Arbeiten zu ihren eigenen Themen und Werkzyklen.

Dierker präsentierte im Rahmen ihres langjährig bearbeiteten Themas "Werden - Sein - Vergehen" Mischtechniken und Frottagen zu Bäumen, insbesondere zum Baum des Jahres 2018, der Esskastanie, ihrem Fundstück. Im Atelier von Martin Langer waren seltsame Geräte, Messinstrumente und Apparate zu sehen, verfremdete technische Fundstücke vom Schrottplatz, Sperrmüll oder Flohmarkt. Thorne ließ eine in Köln nach der Fällung von 300 gesunden Bäumen gefundene Astgabel ihre Geschichte erzählen, während bei Wenninghoff der Ansatz des künstlerischen Umgangs mit gefundenen Dingen ein konzeptionell-forschender war. Hildebrand kombinierte und variierte ihre Fundstücke in Konstellationen zu Skulpturen.

Wer diese sehenswerte Ausstellung verpasst hat, kann an jedem ersten Samstag im Monat in der Zeit von 14 bis 18 Uhr zu den Offenen Ateliers in den Kunsthof Merten (Wagnerstraße 12) kommen. Dort zeigen ihnen die vier KünstlerInnen gern ihre Werke und freuen sich auf vertiefende Gespräche. (WDK)

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Veröffentlicht
12. Oktober 2018, 05:02
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