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Gericht verhängt Fahrverbot wegen schlechter Luft BBB sieht Wirksamkeit für die Umwelt kritisch Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Köln soll die Stadt Bonn ab April 2019 Fahrverbote für ältere Diesel- u. Benzinfahrzeuge einführen. Die Richter gaben damit einer Klage der Deutschen Umwelthilfe statt, in der diese Abhilfe gegen die hohe Luftverschmutzung in Bonn forderte. Verläuft die vom Land NRW gegen das Urteil eingelegte Berufung fruchtlos, werden im neuen Jahr die Reuterstraße und der Belderberg für viele Autofahrer gesperrt. Vom Verbot wären allein in Bonn über 66.000 Fahrzeughalter betroffen. BBB-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmitt: "Fahrverbote für einzelne Straßen halten wir weder für sinnvoll noch für umsetzbar. Selbst wenn es gelänge, die Einhaltung auf einer Hauptverbindungsstraße durchzusetzen, würde kaum eine Verbesserung der Luftverschmutzung erzielt werden können. Durch Nutzung von Ausweichstrecken und Schleichwegen würde nur eine Umverteilung der Abgase in benachbarte Wohngebiete erfolgen. Zwar wird es für Handwerksbetriebe sicher zeitlich befristete Ausnahmegenehmigungen geben, ebenso für Anwohner. Letztendlich stellt ein solches Fahrverbot für Betroffene aber immer auch eine Art Enteignung durch Wertverlust dar. Ein solcher Eingriff scheint uns nicht der richtige Weg zu sein." Für schlechte Luft sorgt in Bonn im Übrigen nicht nur der Verkehr. Weil jede verfügbare Fläche und auch die Luftschneisen zugebaut werden, steigt die Belastung zunehmend. Autor Johannes Schott
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