Sag uns, was los ist:

Abend der Kunst statt Kulturnacht Bezirksbürgermeisterin führt eigenes Projekt durch Hardtberg. Seit 2008 ist sie ein fester Programmpunkt im alljährlichen Duisdorfer Veranstaltungsreigen: die HardtbergKulturNacht, organisiert vom Verein Hardtberg Kultur e.V. Sie galt und gilt als Markenzeichen des Vereins. Dennoch hatte der Vorstand einstimmig beschlossen, die Veranstaltung in diesem Jahr nicht durchzuführen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen war die Beteiligung der Duisdorfer Geschäftsleute in den letzten Jahren stark rückläufig, zum anderen hatte sich HardtbergKultur in diesem Jahr besonders intensiv an Gewerbeschau und Stadtbezirksfest beteiligt, eine weitere Großveranstaltung nur kurze Zeit später - so die Befürchtung - hätte die Teilnehmenden überfordert und dazu geführt, dass beide Veranstaltungen sich gegenseitig beeinträchtigt hätten. Ein praktisches Element kam hinzu: das Gebäudemanagment der Stadt unterzieht das Kulturzentrum vom 2. bis 8. September einer dringend erforderlichen Grundreinigung. Die Räumlichkeiten hätten daher in diesem Jahr nicht für eine Kulturnacht zur Verfügung gestanden. Darüber hinaus hält der Verein im Hinblick auf strukturelle Veränderungen im Ort eine umfassende Neukonzeption für dringend erforderlich, die nicht aus dem Boden gestampft werden kann sondern solide vorbereitet sein will. Der einstimmige Beschluss bedeutet allerdings keineswegs den Tod der Veranstaltung.im Gegenteil: ein Jahr Pause sollte dazu dienen, mit frischem Wind und neuem Konzept im Jahr 2020 wieder an den Start zu gehen. Nichtsdestotrotz wird es auch in diesem Jahr eine von Idee, Struktur und Konzeption her weitgehend identische Veranstaltung geben. Denn Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand mochte sich der Entscheidung des Vorstands nicht anschließen. Schon in der Mitgliederversammlung im Juni letzten Jahres kündigte sie an, die Kulturnacht, nunmehr unter dem Titel" Hardtberger Abend der Kunst" in Eigenregie zu organisieren, zusammen mit dem Stadtverordneten Christian Trützler und unterstützt von der Bezirksverwaltungsstelle. Obwohl dieses Vorhaben in der Mitgliederversammlung auf breite Ablehnung stieß, wird das Event stattfinden. Sie wolle damit - so Thorand in einer Pressemitteilung- die Veranstaltung mit Alleinstellungsmerkmal retten. Eine Entscheidung, die der Vorsitzende von Hardtberg Kultur Enno Schaumburg nicht nachvollziehen kann. "Natürlich können wir verstehen, dass Frau Thorand über das diesjährige Pausieren der HardtbergKulturNacht enttäuscht ist. Die Kulturnacht muss allerdings nicht von ihr gerettet werden, denn sie ist überhaupt nicht gefährdet. Der Verein Hardtberg Kultur e.V. sieht sich sehr wohl in der Lage, neben 500 kulturellen Angeboten pro Jahr nach einer schöpferischen Pause, die wir für geboten halten, organisatorisch im kommenden Jahr auch wieder eine Kulturnacht durchzuführen und zwar mit einem ausgewogenen, qualitativ hochwertigem Programmangebot", sagte Schaumburg. Der Hardtberger Abend der Kunst findet am Samstag, dem 7. September statt. Das Programmheft liegt in Geschäften, Einrichtungen und dem Rathaus Hardtberg aus. CSH
mehr