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Gewerbeschau reloaded

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Gewerbeschau reloaded

Traditionsveranstaltung kehrt zurück

Duisdorf. Die Gewerbeschau ist tot! Es lebe die Gewerbeschau! 34-mal in Folge wurde in Duisdorf die Traditionsveranstaltung bis 2017 durchgeführt. Danach beschloss der Veranstalter eine schöpferische Pause einzulegen.Zunehmender Bürokratismus, steigende Sicherheitsanforderungen, zu wenig Helfer und auch die Überlegung, ob eine reine Leistungsschau noch zeitgemäß ist, führten zu der Frage, ob und in welcher Form die Veranstaltung in Zukunft durchgeführt werden sollte.

Herausgekommen ist ein Konzept, dass die herkömmliche Gewerbeschau mit einem Stadtbezirksfest kombinieren wollte. Neu waren dabei insbesondere Aktivitäten bereits am Samstag und einige neue Events. Zu denen gehörte die Hardtberg-Rallye am Samstagnachmittag, eine Silent Party am Abend bis in die frühen Morgenstunden und der 1. Hardtberglauf mit drei Wettbewerben für unterschiedliche Altersklassen im Messdorferfeld.

Mit der Silent Party hatten die Organisatoren eine etablierte Veranstaltung in den Ort holen können. Ihr eigentlicher Standort - der Alte Zoll in Bonn - stand in diesem Jahr nicht zur Verfügung, so zog es die Partygänger dieses mal nach Duisdorf. Eine echte Verjüngung des Publikums war die Folge. Während bei Rallye und Lauf unter anderem bei der Anzahl der Teilnehmer noch Luft nach oben war, füllte am Abend die Band Steven K. beim Warm-p-Konzert den Schickshof. Mit ihrem unverwechselbaren Sound begeisterten die Düsseldorfer - wie bereits vor 5 Jahren - wieder das Publikum.

Die Gewerbeschau am Sonntag präsentierte sich weitgehend in bekannter Manier mit einigen Neuerungen. So waren es dieses mal gleich drei Bühnen, auf denen viel Musikalisches geboten wurde. Es reichte von Jazzigem über Folk und Pop bis hin zu Latin Music und Big Band Sound.

Ein echter Eyecatcher war die Bodypainting-Aktion von LaraArt. Hier wurde die Haut eines Modells zur Fläche für kunstvolle Malerei. Die Künstlerin Larissa Koschel bediente sich dabei zahlreicher Duisdorfer Motive. So wurde Hardy, das Maskottchen der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg ebenso für kurze Zeit auf nackter Haut verewigt wie das Duisdorfer Wappen. Eine sehenswerte, flüchtige Kunst für den Augenblick, die am Ende des Tages mit dem Duschwasser in den Ausguss floss.

Eine sehr sommerliche Aktion auch bei Optik Kafarnik. Hier konnte man sich auf einem Surf-Simulator auf einen Ritt über und durch virtuelle Wellen begeben. Optisch sehr erfrischend, aber nicht ganz einfach.

Viel Raum nahmen wieder die bekannten Automeilen ein. Über mangelnden Zuspruch konnten sich insbesondere die Gastronomen nicht beklagen. Bei den sommerlich-angenehmen Temperaturen waren Tische und Stühle draußen bis auf das letzte Plätzchen rappelvoll besetzt.

Gut gefüllt mit kleineren Lücken war die Ausstellerfläche, die sich entlang der Fußgängerzone befand.Rund 65 gewerbliche Aussteller und 15 Vereine hatten laut Plan hier ihre Stände aufgeschlagen und präsentierten ihre jeweiligen Angebote.

Über die Besucherzahlen wurden sehr unterschiedliche Angaben gemacht. Während die Veranstalter eine Zahl von 30.000 Besuchern proklamierten und auch einige Geschäftsleute mit dem Aufkommen sehr zufrieden waren, monierten etliche Aussteller eine nach ihrem Empfinden im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduzierte Besucheranzahl. Was aber nicht jeder als negativ empfand. "Es waren zwar weniger Besucher als sonst. Dafür handelte es sich bei denen, die da waren, um ein sehr viel interessierteres Publikum", sagte zum Beispiel ein Geschäftsinhaber.

CSH

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Veröffentlicht
05. Juli 2019, 04:14
Autor
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