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Im Bonner Lokal “Südbahnhof” hat sich am 11. April der Kreisverband Bonn der Piratenpartei gegründet. In einer mehr als sechs Stunden dauernden Mitgliederversammlung wurde zunächst eine Satzung beschlossen und anschließend der Vorstand gewählt. Neben dem ersten Vorsitzenden, dem Diplom-Wirtschaftsinformatiker und Listenkandidaten für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Kemal Kaygusuz (34) und dem zweiten Vorsitzenden, dem Postange­stellten Roland John (32), wurden vier Beisitzer gewählt. Dies sind die Politikstudentin Julia Schramm (24), die auch als Direktkandidatin für die kommende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen antritt, der Bank­angestellte und ehemalige Vorstandsvorsitzende der Piratenpartei Nordrhein-Westfalen, Bernhard Smolarz (40), der Informatiker Thomas Nesges (32) und der Informatikstudent Valentin Brückel (29). Schatz­meister ist der Postangestellte Felix Kopinski (34). Horchert, der auch als Listen- und Direktkandidat für die kommende Landtagswahl antritt wurde auch zum Kassenprüfer des Kreisverban­des gewählt. Diese Aufgabe teilt er sich mit dem IT-Consultant Olaf Grönemann (46).Der Vorstandsvorsitzende der Piratenpartei Bonn zeigt seine Freude: »Mit der KV Gründung haben die Bonner Piraten ihrem politischen Wil­len eindrucksvoll Ausdruck verliehen. Wir als Vorstand bedanken uns für das uns entgegengebrachte Vertrauen und wollen als Team mit un­serer Arbeit das Fundament für einen effektiven und effizienten Kreis­verband legen. Wir sind nun auf Augenhöhe mit den anderen Parteien, wir bieten eine echte politische Alternative. Die Piraten sind endlich in Bonn angekommen, und darüber freue ich mich sehr.«
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Energetische Sanierung des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Bonn-Duisdorf im Zeitplan Landrat macht sich vor Ort Bild vom Stand der Baumaßnahmen Rhein-Sieg-Kreis (mw) – Unterstützt mit Mitteln des Konjunkturpaketes II wird derzeit das Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Bonn-Duisdorf energetisch saniert. Im Rahmen der vorgesehenen Maßnahme wird die komplette Außenhülle der Gebäudeteile A und B, die Turnhalle sowie das Agrarzentrum so erneuert, dass die Gebäude an den Standard eines Passivhauses herankommen. Hierzu werden die Außenwände der Gebäude mit einem 16 bis 24 Zentimeter starken Wärmedämmverbundsystem versehen. Die vorhandenen Fenster und Türen, die bisher nur mit Einfachverglasung ausgestattet sind, werden gegen Elemente mit Dreifachverglasung ausgetauscht. Zur kontrollierten Be- und Entlüftung werden die Klassenräume mit lokalen Lüftungsgeräten mit effizienter Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Turnhalle erhält eine neue Lüftungsanlage. Darüber hinaus werden die Duschräume saniert; die Warmwasserversorgung erfolgt im Sommer über Solarkollektoren und eine Wärmepumpe. Die gesamte Sanierungsmaßnahme erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Um sich über den Stand der im Dezember 2009 begonnenen Sanierungsmaßnahmen zu informieren, haben jetzt Landrat Frithjof Kühn, der für die Gebäudewirtschaft zuständige Kreiskämmerer Karl-Hans Ganseuer und Kreisschuldezernent Thomas Wagner das Berufskolleg besucht. Dazu eingeladen waren auch die Vorsitzenden des Bau- und Vergabeausschusses sowie des Ausschusses für Schule und Bildungskoordinierung. Ebenfalls dabei war Christian Brauner vom Architekturbüro Brauner + Brauner aus Ruppichteroth, welches das Gesamtkonzept für die Sanierung des Berufskollegs erstellt hat. Der Leiter des Berufskollegs, Dirk Thomas, begrüßte die Gäste und bedankte sich bei den Vertretern des Schulträgers, der mit der Sanierung der „Außenhülle“ des Berufskollegs auch nach außen deutlich zeige, welchen Wert der Rhein-Sieg-Kreis darauf lege, die bestmöglichen Voraussetzungen für die Bildung junger Menschen zu schaffen. Landrat Frithjof Kühn betonte: „Ich bin froh, dass dieses Konjunkturprogramm mit diesem Konzept entwickelt wurde, es hilft unseren Schulen, verbessert den Umweltschutz und fördert zugleich die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Schließlich lebt unsere Region auch von unseren Aufträgen.“ Seinen besonderen Dank richtete er an die Architekten und Handwerker für ihren Einsatz vor Ort. Kreisschuldezernent Thomas Wagner dankte für die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Schulverwaltung und Gebäudewirtschaft. Auch er unterstrich: „Bildung ist das, was im Vordergrund stehen muss, denn Bildung ist ein großes Gut. Wir sind dankbar dafür, dass die Rahmenbedingungen für die Bildung im Rhein-Sieg-Kreis gut sind. Es ist ein Markenzeichen des Rhein-Sieg-Kreises, gut ausgestattete Schulen zu haben.“ Kreiskämmerer Karl Hans Ganseuer verwies darauf, dass nach der Sanierung der „bisherigen Energieschleuder“ mit einer Einsparung von bis zu 90 Prozent Energiekosten gerechnet werde, insofern sei die Investition auch nachhaltig angelegt, zumal für diese Sanierungsmaßnahme die größte Bausumme in die Hand genommen werde im Vergleich aller Baumaßnahmen, die der Rhein-Sieg-Kreis derzeit betreue. Beim Rundgang durch die einzelnen Gebäudeteile erläuterte Architektin Ursula Laubenthal von der Gebäudewirtschaft, dass die Fenster und Außentüren der Turnhalle bereits komplett erneuert und am Gebäudeteil A schon 90 Prozent der alten Fenster und Außentüren ersetzt wurden. Die Abbrucharbeiten der alten Fassade an diesem Gebäudeteil sind zu 90 Prozent erledigt. Der Auftrag für das vorgesehene Wärmedämmverbundsystem wurde erteilt, die Ausschreibung für die Fassadenplatten läuft. Begonnen haben auf dem Gebäudeteil A zudem die Dachdeckerarbeiten. Für den nächsten Bauabschnitt, die Sanierung des Gebäudeteils B, sind die entsprechenden Bauarbeiten inzwischen öffentlich ausgeschrieben worden. Wenn alles nach Plan läuft, kann dort im Juni mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden. Für die Sanierungsarbeiten am Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Bonn-Duisdorf sind insgesamt ca. 3,6 Millionen Euro veranschlagt, davon werden ca. 2,62 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II finanziert, rund 1 Million Euro leistet der Rhein-Sieg-Kreis. Die Baumaßnahmen sollen Anfang 2011 beendet sein. Passivhausstandard Der Schwerpunkt bei der Energieeinsparung im Passivhaus liegt in der Reduzierung der Energieverluste durch Wärmeübertragung und Lüftung. Dies wird erreicht durch eine gute Wärmedämmung aller Umfassungsflächen (Dach, Kellerwände, Fundamente, Fenster), eine weitgehend dichte Gebäudehülle und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung aus der Abluft. Aufbauend auf der Passivhausbauweise wurden Energiestandards entwickelt. Dabei kann man heute von einem Richtwert des flächenbezogenen jährlichen Heizwärmebedarfs von 15 kWh/m²a ausgehen. Der Standard für den kompletten in einem Passivhaus benötigten Energiebedarf (Heizung, Warmwasser, Licht, Strom) - der Primärenergiebedarf – liegt bei 120 kWh/m²a. Das Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises wird durch die Sanierung einen voraussichtlichen Heizenergiebedarf von 19 kWh/m²a erreichen. Die Obergrenze des Primärenergiebedarfs wird voraussichtlich 74 kWh/m²a betragen. Kurze Chronik des Berufskollegs Am 1. Mai 1937 entstand durch den Zusammenschluss der ländlichen Berufsschulen Heimerzheim, Rheinbach, Meckenheim, Berkum die Kreisberufsschule des damaligen Landkreises Bonn. 1963 baute der Landkreis Bonn das Gebäude an der Rochusstraße in Bonn-Duisdorf. Mit Auflösung des Landkreises Bonn 1969 wurde der Rhein-Sieg-Kreis Träger der Schule. Im Jahr 2001 wurde das Wirtschaftsgymnasium gegründet. Hierzu errichtete der Rhein-Sieg-Kreis einen Erweiterungsbau am gleichen Standort. 2008 wurde der Verwaltungstrakt des Berufskollegs vollständig renoviert. Zurzeit besuchen 2.122 Schülerinnen und Schüler, die von 87 Lehrkräften unterrichtet werden, das Berufskolleg in den agrarwirtschaftlichen und kaufmännischen Bildungsgängen.
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