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Schwerpunktkontrolle zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen "Alkohol- und Drogen im Straßenverkehr".

(ots) - Am Dienstag, den 02.07.13 führte die Direktion Verkehr der Bonner Polizei eine Drogenkontrolle im Bereich Busparkplatz Rheinaue, Petra-Kelly-Allee, durch.

In der Zeit von 08.00 - 11.00 Uhr fand eine Kontrollaktion - Drogen Im Straßenverkehr - unter Beteiligung von Polizisten des Verkehrsdienstes, der 13. Bereitschaftspolizeihundertschaft und zwei Kommissaranwärtern statt.

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gehören zu den Hauptunfallursachen und stellen Probleme dar, deren Bekämpfung eine der vordringlichsten polizeilichen Aufgaben ist.

Zur Bekämpfung der Hauptunfallursache "Alkohol/Drogen im Straßenverkehr" führt die Bonner Polizei unter Leitung von Polizeihauptkommissar Knut Schmidt am heutigen Tag einen Schwerpunkteinsatz durch.

Der Einfluss von Rauschmitteln (Alkohol und Drogen) ist eine der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr! Erschreckend dabei: Häufig wurden schon am Morgen oder Vormittag Fahrer festgestellt, die unter dem Einfluss von Rauschmitteln standen. Die Anzahl der Unfälle unter Alkoholeinwirkung oder Einwirkung von berauschenden Mitteln hat im Vergleichszeitraum (jeweils Januar bis Mai) von 2012 auf 2013 von 81 auf 73 abgenommen. (-8 / -9,9%) Bei bisherigen Kontrollen wurde die folgende Anzahl an Maßnahmen (jeweils wieder Jan. bis Mai - 2012/2013) nach folgendlosen Verkehrsverstößen erreicht: Alkoholkontrollen: 108 / 134 (+26 / +24,1%) Drogen: 23 / 39 (+16 / +70%)

Wer sich alkoholisiert oder unter Drogen ans Steuer seines Fahrzeugs setzt, gefährdet sich und andere - das nehmen wir nicht hin! Hinter jedem Verkehrsunfall mit Schwerverletzten und Toten verbergen sich traurige Schicksale. Nicht nur die bei einem Unfall schwer Verletzten und die Angehörigen von Unfallopfern haben oft ihr ganzes Leben an den Folgen zu leiden. Auch die Unfallverursacher müssen mit den Folgen von bloßer Unachtsamkeit, Leichtsinn oder Verantwortungslosigkeit leben. Unser Ziel ist es, die Zahl der Unfallopfer weiter zu reduzieren. Wir setzen dabei auf Kontrollen, auf Vorbeugung und auf Information. Die Bekämpfung der Hauptunfallursache Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss sind die Schwerpunkte unserer Verkehrssicherheitsarbeit.

Die Verkehrsteilnehmer müssen auch zukünftig damit rechnen auf den Straßen in und um Bonn angehalten zu werden: Durch unsere Kontrollen wollen wir sicherstellen, dass Fahrzeugführer keinen Zweifel daran haben, dass sie - wenn sie sich entschließen, ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen zu führen - entdeckt werden und die Konsequenzen tragen müssen.

Nach dem Konsum von Drogen aller Art kann bereits die kleinste nachweisbare Menge den Verlust des Führerscheins zur Folge haben!

Durch den Langzeit- oder Dauerkonsum von Drogen besteht latent über den Tages- und Wochenzeitraum die Gefahr der Verkehrsbeeinträchtigung.

Aus diesem Grund finden die Kontrollen, abgesetzt an einem Dienstag, in den Vormittagsstunden statt.

Da in diesem Problembereich von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden muss, führt die Direktion Verkehr der Bonner Polizei eine Fachtagung durch, die sich in diesem Jahr mit dem Thema Alkohol und Drogen (Schwerpunkt Drogen) im Straßenverkehr beschäftigt. Im laufenden Jahr werden noch weitere Schwerpunktkontrollen durchgeführt.

Die heutige Kontrollaktion erbrachte folgendes Ergebnis:

Kontrolliert wurden 83 Fahrzeuge, davon 55 gewerbliche Fahrzeuge (Handwerker, Expressgutfahrer und Taxen). Insgesamt sind 14 Alkoholtests, sechs Urinproben und zwei Speicheltests durchgeführt worden.

Es mussten vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Missachtung der Gurtanlegepflicht, TÜV-Überschreitung, (in einem Fall 16 Monate), und mangelnder Ladungssicherung geschrieben werden. Sieben Verwarngelder wegen diverser Verkehrsverstöße sind erhoben worden.

Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Knut Schmidt:

"Die Aktion führte zu hoher Akzeptanz bei den eingesetzten und sehr motivierten Beamten, eine Sensibilisierung für die Thematik erfolgte nachdrücklich. Eine ausführliche Gesprächsführung mit den Verkehrsteilnehmern war eine meiner Leitlinien und erzielte beiderseits ein hohes Verständnis und Akzeptanz. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn ( Park- und Kontrollfläche sowie Gebäudekomplex ) verlief reibungslos."

Mehrere Passanten erkundigten sich nach der polizeilichen Maßnahme und begrüßten diese ausdrücklich nach einigen Erklärungen. Die Urin- und Speicheltests verliefen ruhig und mit Verständnis, es kam zu keinen Unmutsäußerungen.

Die Kontrollaktion wurde gezielt an einem "normalen" Werktag in den Vormittagsstunden durchgeführt, um auf die Drogenproblematik nachhaltiger hinzuweisen.

Ort
Veröffentlicht
02. Juli 2013, 11:23
Autor
Rautenberg Media Redaktion