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Mühsame Einigung bei Tarifverhandlungen - Einkommenserhöhung um 4,61 Prozent

DBB NRW: Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten jetzt übertragen

Nach zähem Ringen konnte in der vierten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ein Ergebnis erzielt werden: die lineare Einkommenserhöhung um durchschnittlich 4,61 Prozent, mindestens 75 Euro und der Einstieg in eine Entgeltordnung für Lehrkräfte.

Der Vorsitzende der Tarifkommission des Deutschen Beamtenbundes Nordrhein-Westfalen und Mitglied der dbb Verhandlungskommission Andreas Hemsing zeigte sich in Potsdam einigermaßen zufrieden: "Eine Angleichung an den TVöD ist gelungen, aber wir hätten uns durchaus mehr gewünscht. Jedoch unter den Umständen, dass sowohl die Sicherung der VBL-Zusatzversorgung, wie auch die Entgeltordnung der Lehrer die Verhandlungen erschwert haben, ist das Ergebnis als Erfolg zu beurteilen." Dieser sei nicht zuletzt den Kolleginnen und Kollegen der Fachgewerkschaften zu verdanken, die sich an den Aktionen des DBB so zahlreich beteiligt haben. Die Zusatzversorgung sei zudem zukunftsfähig gehalten worden und ein Eingriff in den Leistungsbereich, wie die Arbeitgeber forderten, konnte abgewandt werden, so Hemsing nach dem erfolgreichen Abschluss der Tarifverhandlungen.

Die Ergebnisse: Die Beschäftigten erhalten zum 1. März 2015 2,1 Prozent und ab 1. März 2016 2,3 Prozent (mindestens jedoch 75 Euro) mehr Geld. Der Zuschlag für Nachtarbeit in Krankenhäusern wird auf 20 Prozent - wie bereits im allgemeinen Teil - erhöht.

Auszubildende erhalten zu den jeweiligen Zeitpunkten jeweils 30 Euro monatlich mehr. Die geltende Übernahmeregelung wird verlängert, außerdem erhalten sie einen zusätzlichen Urlaubstag.

Die tarifbeschäftigten Lehrkräfte werden in Zukunft auf Basis einer tariflichen Entgeltordnung eingruppiert. "Damit ist uns der Einstieg in eine Entgeltordnung für Lehrkräfte endlich gelungen", so Staude.

Zusatzversorgung: Leistungsniveau im Punktemodell bleibt unangetastet. Im Abrechnungsverband West der VBL wird der höhere Aufwand aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung durch eine Erhöhung des Eigenanteils der Versicherten an der Umlage von derzeit 1,41 Prozent des zusatzversorgungsfähigen Entgelts aufgefangen. Der Eigenanteil steigt dabei zum 1. Juli 2015 um 0,2 Prozentpunkte und zum 1. Juli 2016 und 2017 um jeweils 0,1 Prozentpunkte. Der Arbeitgeberanteil an der Umlage steigt bei Bedarf entsprechend.

Zügige 1:1 Übertragung des Tarifergebnisses auf den Besoldungsbereich: Roland Staude, Vorsitzender des DBB NRW, begrüßte die Einigung und forderte von der NRW-Landesregierung die zügige zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf den Besoldungsbereich. "Setzen Sie jetzt ein deutliches Signal und zeigen Sie Ihren Beamtinnen und Beamten in Nordrhein-Westfalen, dass sie es wert sind. Damit könnten Sie verloren gegangenes Vertrauen wieder ein Stück weit zurück gewinnen."

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Veröffentlicht
22. Mai 2015, 00:00
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