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Flüchtlinge: Turnhalle Schmittstraße wird ab Ende Februar hergerichtet

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ib - Welche Auswirkungen der dreiwöchige Aufschub bei der Zuweisung von Flüchtlingen hat, hat Anfang der Woche die AG Flüchtlinge der Stadtverwaltung beschäftigt. Klar ist, dass nach derzeitigem Stand nicht unmittelbar nach Aschermittwoch weitere Turnhallen belegt werden müssen.

Die nächste Halle, die mit zweiwöchigem Vorlauf auf die Unterbringung von 150 Flüchtlingen vorbereitet wird, ist die Mehrzweckhalle in der Schmittstraße in Duisdorf. Sie stünde dann ab 29. Februar nicht mehr zur Verfügung.

Die Runde konzentriert sich weiterhin darauf, kurzfristige Alternativen zu finden, um die Nutzung von Turnhallen auf ein Mindestmaß zu reduziere. Dazu gehört die Prüfung, ob auf dem Parkplatz des Landesbehördenhauses an der Friedrich-Ebert-Allee temporäre Bauten aufgestellt werden können, wobei die Sanitärcontainer auf einem höhergelegenen Gelände platziert werden müssten. Das Gebäude selbst kommt nach erneuten Begehung nicht für die Aufnahme von Flüchtlingen in Frage. Ob eine Nutzung der ehemaligen Turnhallen möglich ist, wird ebenfalls untersucht.

Auch die ehemalige Pädagogische Hochschule an der Römerstraße wurde noch einmal unter die Lupe genommen. Auch hier scheint sich eine Möglichkeit in der angrenzenden Mensa abzuzeichnen, während das Gebäude selbst wegen seiner starken Schadstoffbelastung nur mit großem Aufwand herzurichten wäre. Wie groß dieser wäre, wird geprüft. Für die Mensa hat das Studierendenwerk bereits grünes Licht gegeben, jetzt werden die Voraussetzungen geschaffen.

Einen eigenen Eindruck hat sich Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Montag auch vom ehemaligen Hilfskrankenhaus unter der Integrierten Gesamtschule Beuel gemacht. Zahlreiche Räume stünden dort zur Verfügung, wenn die Heizung in Stand gesetzt würde, an der auch die Belüftung hängt. " Eine solche beklemmende Atmosphäre, wie sie hier unter der Erde herrscht, möchte ich eigentlich keinem Menschen zumuten, geschweige denn Flüchtlingen aus einem Bürgerkriegsgebiet", so Sridharan. Gleichwohl werden jetzt Aufwand und Kosten ermittelt, um sich ein vollständiges Bild machen zu können.

Die aktualisierte Liste von Grundstücken und Gebäuden, die für die Unterbringung von Flüchtlingen infrage kommen, steht im Internet unter http://www.bonn.de

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Veröffentlicht
13. Februar 2016, 00:00
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