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Der Heimat- und Geschichtsverein Beuel am Rhein informiert

Heimat- und Geschichtsverein Beuel am Rhein

(GJ)"Nee, wat ne Zores hück Ovend" meinte Gertrude Jöbsch, als kleine technische Schwierigkeiten auftraten, bevor Gabriele Wasser mit ihrem Vortrag über das Jiddisch

beginnen konnte. In der Scheune des Heimatmuseums Beuel hatten sich über 50 interessierte Zuhörer am 15. Februar eingefunden, um mehr über den Einfluss des Jiddisch auf unsere rheinische Mundart zu erfahren. Zuerst erzählte Gabriele Wasser, dass das Jiddisch - früher Judendeutsch - etwa gleichzeitig mit unserer Mittelhochdeutschen Sprache entstand. Die Ansiedlung der Juden in ganz Europa führte zu der eigenen Sprache, die immer von der jeweiligen Landessprache beeinflusst war. Die Aufteilung Ostjiddisch und Westjiddisch ergab sich durch den Anteil der jüdischen Bevölkerung in europäische Gebiete. Eine große Anzahl von Wörtern, die fast ein jeder von uns in seinem Wortschatz hat, erklärte die Referentin von ihrem Ursprung aus dem Hebräischen.

Zores - Durcheinander, Mischpoke - die buckelige Verwandtschaft, Maloche - aus dem Ruhrgebiet -schwere Arbeit, Dalles - Verarmung, Kaff - kleines Dorf, - koscher - frisch, unverdorben, Schautermann - nicht ehrlich, schlitzohrig-, und viele mehr.

Interessant ist, dass wir bei Benutzung dieser Wörter oft dem Irrtum verfallen, sie seien französischen Ursprungs. Fest steht, dass sie allesamt unsere rheinische Sprache bereichern; vor allem jetzt, wo wir einiges über ihren Ursprung gelernt haben.

Herzlichen Dank Frau Wasser!.

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Veröffentlicht
23. Februar 2018, 06:26
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