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(ots) /- Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden beteiligte sich wiederholt an der länderübergreifenden Schwerpunktkontrolle im Rahmen des europaweiten Polizei-Netzwerks "TISPOL" (Traffic Information System Police). Der Schwerpunkt der europaweiten Verkehrskontrollaktion, einer Initiative zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Reduzierung der Zahl von Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen, lag am gestrigen Mittwoch (08.08.2018) bei der Überwachung der Einhaltung zulässiger Geschwindigkeiten. Im 24-stündigen Aktionszeitraum fanden an mehreren festgelegten Standorten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden stationäre Kontrollen statt. Bei den Messungen kamen sowohl Laserhandmessgeräte als auch eine ESO-Geschwindigkeitsmessanlage zum Einsatz. Im Kontrollzeitraum sind durch die Polizei 101 Geschwindigkeitsverstöße registriert worden. Bei 35 erfassten Messungen waren die Überschreitungen so erheblich, dass eine gebührenpflichtige Verwarnung nicht mehr möglich war und Bußgeldverfahren eingeleitet werden mussten. In vier Fällen erwarten die Betroffenen zusätzlich zum hohen Bußgeld ein mehrwöchiges Fahrverbot. Durch diese wiederkehrenden Geschwindigkeitskontrollaktionen soll weiterhin nachhaltig die Hauptunfallursache Geschwindigkeit im Straßenverkehr bekämpft werden. Das Ziel wird bleiben, die Anzahl der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden zu reduzieren. Dazu können solche Aktionen beitragen. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich immer an die Geschwindigkeitsbeschränkungen und anderen Verkehrsregeln zu halten. Es ist jederzeit, nicht nur bei angekündigten Aktionen, mit entsprechenden Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen zu rechnen. Verkehrskontrollen und Überwachungsmaßnahmen dienen nicht nur zum Erkennen von Fehlverhalten im Straßenverkehr und zur Ahndung von Verkehrsverstößen. Häufig geraten auch Straftäter und gesuchte Personen in die Kontrollen oder in den kontrollierten Fahrzeugen wird sogar Diebesgut aufgefunden. Bei jeder Verkehrskontrollmaßnahme fließen also auch Aspekte der Kriminalitätsbekämpfung mit ein.
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(ots) /- Das Weserbergland ist mit seinen kurvenreichen Strecken ein in der Bikerszene bekanntes und begehrtes Ziel. Leider hat die starke Frequentierung durch Motorradfahrer auch immer wieder Unfälle und Beschwerden seitens der Anwohner zur Folge. Deshalb führt die Polizei Bodenwerder seit April des Jahres in regelmäßigen Abständen Motorrad-Kontrollen durch (es wurde bereits berichtet). So sollen schwere Motorradunfälle verhindert und Lärmbelästigungen auf ein erträgliches Maß minimiert werden. Dieses Mal hat die Polizei am Sonntag, 05.08.2018, den Parkplatz in der Rühler Schweiz für ihre Zwecke "beschlagnahmt". Unter der Leitung von Polizeioberkommissarin Yasaroglu wurde eine ganztägige Kontrollstelle eingerichtet. Dabei wurden auch die Motorradspezialisten der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Hameln/Pyrmont-Holzminden eingesetzt. Die Fachmänner - allesamt selbst auch Biker - übernahmen die ganzheitlichen Kontrollen der Motorräder. Auspuff zu laut? Kein Profil? Ausgetauschte nicht zugelassene Fahrzeugteile? Bei den Kontrollen wurden die Motorräder sehr gründlich überprüft. Insgesamt wurden bei der Aktion 56 Motorräder kontrolliert; dabei hatten die Beamten einige Beanstandungen zu vermelden. 14 Motorradfahrer mussten Verwarngelder von 15 Euro bis 50 Euro zahlen; an vier Motorrädern wurden unzulässige technische Veränderungen festgestellt; fünf Kräder waren zu laut, da die sogenannten Db-Killer zur Schalldämpfung nicht oder nicht ordnungsgemäß angebracht waren. Weiterhin wurden gegen vier Biker Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch eingeleitet. Bei dieser Kontrolle ging es aber nicht darum Bußgelder zu verhängen. Die Beamten erinnerten die Motorradfahrer in vielen präventiven Gesprächen auch an die im Straßenverkehr lauernden Gefahren. Spielende Kinder, ältere Menschen und auch Tiere, die plötzlich die Fahrbahn queren können, seien hier beispielhaft genannt. Aber auch Fragen wie etwa "Wie empfinden es andere, wenn ich den Hahn so richtig aufdrehe?" wurden aufgegriffen und gingen an den Bikern nicht spurlos vorbei. "Da hab ich mir auch keine Gedanken drüber gemacht..." oder "Ich würde das auch nicht gut finden..." waren so einige Reaktionen. Auch dieses Mal konnte die Polizei auf die Unterstützung des erfahrenen Fahrsicherheitstrainers Ewald Proppe setzen. Er verdeutlichte den Motorradfahrern u. a. Fliehkräfte und zeigte ihnen die Wichtigkeit von Protektoren. Als Vertreter der Verkehrswacht Weser-Solling Holzminden kam er mit vielen Motorradfahrern ins Gespräch und konnte viel Erfahrungswissen vermitteln. Auch wenn der eine oder andere Biker sich sicher über sein Bußgeld geärgert hat, kam die Aktion bei den Motorradfahrern gut an. Weitere unangekündigte Kontrollen auf beliebten Strecken werden folgen.
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