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(ots) /- Am Sonntagvormittag kam es im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses an der Bochumer Straße in Wattenscheid zum Brand eines Sperrmüllhaufens, der auf ein angrenzendes Wohnhaus übergriff. Zwei Personen erlitten eine Rauchvergiftung. Um 10.52 Uhr erreichte ein erster Notruf die Leitstelle der Feuerwehr, in dem eine junge Frau zunächst nur von einem kleineren Brand im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses sprach. Als die ersten Einsatzkräfte die gemeldete Adresse an der Bochumer Straße erreichten, brannte allerdings ein etwa 20 Kubikmeter großer Sperrmüllhaufen direkt an der Hausfassade des Mehrfamilienhauses in voller Ausdehnung. Flammen schlugen 8 - 9 Meter hoch bis in die Dachkonstruktion des Gebäudes. In allen Etagen waren bereits Fenster durch die Wärme geplatzt und der Brand hatte auf die Wohungen übergegriffen. Im Dachgeschoss des Hauses befanden sich zudem noch zwei Personen, die umgehend durch einen Atemschutztrupp der Feuerwehr gerettet wurden. Auch das direkt angrenzende Nachbargebäude war von den Flammen bedroht und musste geräumt werden. Auch hier mussten vier Personen von Einsatzkräften gerettet werden. Zwei Personen erlitten bei der Flucht eine leichte Rauchvergiftung und wurden nach einer ersten Versorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert. Nachdem sich keine Personen mehr in akuter Gefahr befanden, konnten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Mit drei Strahlrohren wurden die Flammen unter Kontrole gebracht. Im Dachgeschoss mussten Teile der Dachkonstruktion entfernt werden, um alle Brandnester zu löschen. Außerdem wurden alle Wohnungen der beiden Wohngebäude kontrolliert, da viele Räume zum Teil erheblich verraucht waren. Mit Hochleistungslüftern wurde der Brandrauch aus den Häusern geblasen. Insgesamt 11 Trupps unter Atemschutz kamen im Verlauf der Lösch- und Belüftungsmaßnahmen zum Einsatz. Mit zwei Drehleitern wurden die Dächer der Gebäude kontrolliert und die Löschmaßnahmen unterstützt. Dafür musste der Fahrdraht der Straßenbahn abgeschaltet und geerdet werden. Durch den Brand ist ein Wohnhaus nicht mehr bewohnbar. Über 10 Personen mussten zum Teil durch das Sozialamt in anderen Wohnungen untergebracht werden, teilweise konnten Bewohner auch bei Freunden und Verwandten unterkommen. Bis 15.00 Uhr dauerte der Einsatz der Feuerwehr Bochum. Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte vor Ort. Unterstützung erhielt die Berufsfeuerwehr durch die Löscheinheiten Heide, Wattenscheid-Mitte, Höntrop, Eppendorf und Günnigfeld der Freiwilligen Feuerwehr. Die Bochumer Straße war während der Löschmaßnahmen voll gesperrt. Zur Brandursache und dem entstandenen Sachschaden hat die Polizei der Ermittlungen aufgenommen.
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