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(ots) - Auch in diesem Jahr haben wir wieder weit über 3.000 Pressemeldungen verfasst und an die Medien weitergeleitet. Erneut ging es in Bochum, Herne und Witten kreuz und quer durchs Strafgesetzbuch - nicht selten mussten wir leider auch Fälle von Elend, Not und menschlichem Schicksal schildern. Es gab aber auch ca. 50 "Bunte Geschichten", die zeigen, wie facettenreich, humorvoll, skurril oder sogar bizzar der polizeiliche Alltag bei uns im "Revier" sein kann. Aus dieser Rubrik hier noch einmal unsere drei "Highlights", die bundesweit von den Zeitungs-, Radio- und Fernseh-Journalisten "abgegriffen" worden sind. Beginnen wir mit einer Geschichte aus Bochum, nach deren Veröffentlichung das Telefon bei uns im Büro für Stunden nicht mehr still stand. Hier die Originalmeldung: Irgendwie bizarr! - Nackter Mann an der Hundeleine durch Bochum geführt In den Morgenstunden des 27. August gingen bei der Leiststelle im Bochumer Polizeipräsidium gleich mehrere Anrufe ein. Deren gemeinsamer Inhalt: Im Stadtteil Grumme sind zwei verdächtige Personen auf dem Bürgersteig der Vierhausstraße unterwegs - eine Frau und ein Mann. Gegen 10.45 Uhr traf eine Streifenwagenbesatzung auf dieses bizarre Pärchen. Was stellten die bass erstaunten Beamten fest? Die weibliche Person (33), die mit einem knappen Lederdress bekleidet war, führte einen komplett nackten Mann (55) in aller Öffentlichkeit mit einer Hundeleine aus, die an einem Stachelhalsband befestigt war - angeblich zur Verrichtung seiner Notdurft. Die Beamten beendeten diesen "Gang durch Bochum" und forderten den 55-Jährigen umgehend auf, sich anzukleiden. Anschließend fertigten die Ordnungshüter zwei Anzeigen - wegen Belästigung der Allgemeinheit. In Herne sorgte im Frühling ein "Wohnungseinbruch der besonderen Art" für Schlagzeilen. Unsere damalige Überschrift: Krass! - Keine Einbruch sondern falsche Wohnung aufgelöst Am 12. März, gegen 20.00 Uhr, meldete sich ein aufgeregter Mann über den Notruf "110" im Bochumer Polizeipräsidium. Der Herner teilte einer Beamtin mit, dass man in seine im Stadtteil Baukau gelegene Wohnung eingebrochen sei. Schon ein wenig stutzig wurde die Polizistin, als der Wohnungsinhaber ihr mitteilte, dass die Einbrecher das komplette Mobiliar entwendet hätten. Kurz danach erfuhr sie von dem Herner, dass es an diesem Tag aber eigentlich gar nicht möglich gewesen sei, unbemerkt in seine Räumlichkeiten zu gelangen. Warum? Mitarbeiter einer sozialen Einrichtung seien nämlich den ganzen Tag im Haus gewesen, um die Wohnung eines Nachbarn aufzulösen. Sofort machte es auf der Leitstelle im Präsidium "klick"! Ein Anruf bei der Organisation klärt den "Einbruch des Jahres" auf. Tatsächlich hat es an diesem Tag eine Wohnungsauflösung gegeben - leider in der falschen Wohnung! Der Mieter verbrachte die Nacht übrigens in einem Hotelzimmer. Für den nächsten Tag war der Rücktransport seiner Möbel geplant. Und nun ab nach Witten, wo wir uns an eine Geschichte erinnern, die im Juli das sogenannte "Sommerloch" ein wenig füllen konnte: "Ich bin gestolpert und in das Cabrio gefallen" - Eine Geschichte für das "Sommerloch" Zurzeit wird fast überall über das Wetter geredet, natürlich auch bei der Polizei. Und hätte am 18. Juli nicht für wenige Stunden in Witten die Sonne geschienen, wäre diese Tat vermutlich so nicht verübt worden. Und auch die daraus resultierende "Ausrede des Monats" hätte es nicht gegeben. Was war passiert? In den Nachmittagsstunden hatte eine Wittenerin ihr Cabriolet für einen kurzen Moment an der Breddestraße abgestellt - mit geöffnetem Dach. Als die Frau zu ihrem Wagen zurückkam, bemerkte sie einen Mann, der auf dem Fahrersitz saß - ein Dieb, ein Autoknacker? Besagte Person griff schnell noch zu einer im Auto liegenden Tasche und nahm sofort Reißaus. Durch das laute Rufen der Wittenerin wurden mehrere Passanten auf die Situation aufmerksam. Die couragierten Bürger reagierten sofort und hielten den Flüchtenden bis zum Eintreffen der Streifenwagenbesatzung fest. Und wie beantwortete der einschlägig polizeibekannte Wittener (30) die Frage, warum er in dem Cabrio gesessen hat? "Ich bin gestolpert und dann in das geparkte Auto gefallen!" Mit dieser hanebüchenen Ausrede konnte der 30-Jährige die Polizisten nicht wirklich überzeugen. Aber vielleicht kann er damit das sogenannte "Sommerloch" füllen, auch wenn es den Sommer in unserer Region bislang nur stundenweise gibt. Unser heutiges Fazit: Es hat geklappt! "Liebe Journalisten aus nah und fern, wir fünf bedanken uns mit diesem kleinen bunten Potpourri mal wieder für die sehr gute Zusammenarbeit und versprechen unsererseits ein kreatives Jahr 2013 - auch sicherlich wieder mit einigen "Bunten Geschichten" aus unserem Revier!" Axel Pütter, Guido Meng, Kristina Räß, Marco Bischoff und Volker Schütte
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