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Motorradsaison beginnt - Polizei gibt Tipps und rät zur Vorsicht! Erste schwere Unfalle in Lippe, einer mit tödlichem Ausgang

(ots) - (UB) Mit den langsam ansteigenden Temperaturen sind

jetzt auch wieder motorisierte Zweiräder unterwegs. Ein Umstand, der

sowohl für die Kradfahrer als auch für die Kraftfahrer/innen

vierrädriger Fahrzeuge eine Umstellung im Straßenverkehr bedeutet.

Leider sind am vergangenen Wochenende bereits zwei Biker mit ihren

Maschinen verunfallt, einer davon tödlich (wir berichteten).

Herannahende Motorradfahrer werden häufig "übersehen". Warum ist das

so?

Weil sie für viele andere Verkehrsteilnehmer aufgrund ihrer schmalen

Silhouette im Verkehrsumfeld "untergehen". Oftmals werden sie von

anderen Fahrzeugen ganz oder teilweise verdeckt. Im Frühjahr steht

die Sonne zudem noch sehr tief, so dass es zu Blendungen kommen kann.

Daher gilt: Die Fahrweise immer so einrichten, dass andere

Verkehrsteilnehmer auch eine Chance haben, Motorrad und Fahrer zu

erkennen. Entsprechende und gut sichtbare Kleidung verschafft

zusätzliche Sicherheit. Die Autofahrer/innen müssen sich erst wieder

an die schmale Silhouette eines Kraftrades gewöhnen. Eingeschaltetes

Licht erhöht die Chance, rechtzeitig erkannt zu werden.

Jeder Biker sollte sich nach der Winterpause wieder "einfahren". Es

hat sich herausgestellt, dass die ersten 500 Kilometer besonders

kritisch sind. Vom Gefühl her halten sich die meisten für fit;

tatsächlich bedarf es aber eines Trainings. Diesen Trainingsrückstand

gilt es durch besonnenes "Einfahren" wieder auszugleichen. Ferner

sollte der technische Zustand der Maschine unbedingt überprüft

werden, denn sie hat ja einige Zeit gestanden. Sind die Reifen noch

o.k.? Ist der Luftdruck passend? Packen die Bremsen? Und, und,

und..... Die Antworten auf all diese Fragen muss sich jeder selbst

geben, im Interesse der eigenen Sicherheit!

Leider stellen wir immer wieder fest, dass einige Biker zu schnell

auf ihren Maschinen unterwegs sind. Welche physikalischen Kräfte und

Gesetze sich hinter dem Problempunkt "Geschwindigkeit" verbergen,

davon kann derjenige ein Lied singen, der aus einer höheren

Geschwindigkeit heraus schon mal eine Notbremsung hinlegen musste.

Bei einem Tempo von 100 km/h beträgt der Anhalteweg auf trockener

Straße etwa 83 Meter! Bei 160 Km/h sind es schon 185 Meter!

Gerade beim Durchfahren von Kurven spielt die Geschwindigkeit und das

Bremsverhalten eine wichtige Rolle.

Daher sollte sich jede/r Motorradfahrer/in im Vorfeld überlegen, wie

er/sie eine Kurve anfährt.

  • Ist die Kurve übersichtlich?

  • Stimmt meine Geschwindigkeit?

  • Komme ich mit dieser Geschwindigkeit durch oder muss ich in der

Kurve "basteln", d.h. bremsen oder aufrichten?

Das Bremsen in der Schräglage bewirkt, dass sich das Motorrad -je

nach Geschwindigkeit, Bremsdruck oder Bremsanlage- abrupt aufrichtet.

In der Kurve hat das meistens zur Folge, dass die Maschine geradeaus

weiterfährt oder sich überschlägt und möglicherweise gegen einen Baum

prallt.

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie nicht

nur umsichtig, sondern nehmen Sie Rücksicht aufeinander und helfen

Sie mit, schwere Verkehrsunfälle zu vermeiden! Da nicht angepasste

Geschwindigkeit Hauptunfallursache Nummer eins auf unseren Straßen

ist, wird die Polizei auch in Form von Geschwindigkeitskontrollen

ständig im Kreisgebiet präsent sein.

Ort
Veröffentlicht
19. Mai 2010, 08:04
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