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GenoEifeleG stellte sich vor im Café Klösterchen

GenoEifeleG stellte sich vor im Café Klösterchen

(ar) Auf der Rundreise durch die zunächst betreuten Gemeinden Nettersheim, Dahlem, Hellenthal, Schleiden, Kall und Stadt Mechernich machten Koordinatorin Corinne Rasky und Malte Duisberg, Vorstandssprecher der GenoEifel eG, Mitte Mai auch Halt im ebenfalls dazu gehörigen Blankenheim. Im dortigen Café Klösterchen erläuterten sie interessierten Bürgern, was sich hinter dem Namen GenoEifel eG verbirgt. Es handelt sich hierbei zunächst um eine Generationen-Genossenschaft, bei der Hilfesuchende und Helfer nur dann zusammenkommen können, wenn beide Mitglied der Genossenschaft geworden sind. Denn das ist Voraussetzung dafür, dass u.a. Koordinatorin Corinne Rasky ihre Vermittlungstätigkeit aufnehmen darf und so entscheidende Dinge wie die Unfall-und Haftpflichtversicherung für die Helfer geregelt werden. Was bei der GenoEifel vermittelt wird, das sind Hilfsdienste, die oft unerledigt bleiben, weil u.a. Eltern, Großeltern und Kinder nicht mehr als Unterstützerteams unter einem Dach oder in der nahen Umgebung wohnen. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass eine Person wegen Alter oder Krankheit oder sonstiger Behinderung nicht mehr in den "eigenen vier Wänden" gut versorgt leben kann. Denn es sind oft die vielen "Kleinigkeiten", die weder von den Hilfsdiensten übernommen, noch von u.a. den Handwerksbetrieben zu einem für beide Seiten vertretbaren Preis ausgeführt werden können. Da wäre der Einkaufsdienst, bei dem die hilfebedürftige Person gerne selbst mal wieder mit ins Geschäft kommen möchte und die Mitfahrgelegenheit, bei der der Fahrer mit ins Krankenhaus kommt und einen bis zum richtigen Zimmer bringt, dort wartet und auch noch Mut zuspricht. Zu Hause braucht man jemand, der einem das schöne Bild aufhängt, der die Gardinen wieder ins Laufbrett besorgen kann, der mit dem Hund nach der Fuß-OP spazieren geht, der kleine Hilfen im Garten oder am Computer gibt oder einfach mal zuhört oder etwas vorliest. In den Familien fehlt jemand, der das Kind nach dem Kindergarten abholt und die fehlende Stunde überbrückt oder es fehlen Oma/ Opa/Tante oder großer Bruder, die als Vorleser oder geduldiger Mithelfer bei Bastelprojekten, kleinen Ausflügen oder "schwierigen" Hausaufgaben dem Nachwuchs zur Seite stehen. Die Liste der oft brach liegenden Hilfsanliegen ist groß. Und hier setzt die GenoEifel an. Sie bringt Hilfesuchende und Helfer zusammen. Wie das finanziert wird? Neben einer Anlaufförderung bis 2022 über Leader-Mittel sichern Spenden den Aufbau der Genossenschaft. Um Mitglied zu werden, muss man einmalig mindestens einen Genossenschaftsanteil zum Preis von 50 Euro erwerben. Neben einem weiteren jährlich anfallenden Mitgliedbeitrag von 40 Euro pro Person oder Haushalt werden die Leistungen dann über ein Bezahl- oder Zeitgutsschriftensystem abgerechnet. Ein Hilfsfonds soll im Einzelfall finanzielle Hilfen geben. Infos hierzu können unter http://www.genoeifel.de

oder direkt im Rathaus Kall bei Corinne Rasky unter der Tel-Nr. 02441-88861 erfragt werden. Broschüren liegen u.a. in allen Filialen der VR-Bank Nordeifel aus.

Ort
Veröffentlicht
15. Juni 2018, 05:22
Autor
Rautenberg Media Redaktion