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(ots) - FB/Wie zuvor schon in den Medien angekündigt startete wie geplant der 4. Blitzmarathon ab Dienstagmorgen (04.06.) gegen 06.00 Uhr. Dabei wurde auf den Straßen im Stadtgebiet von Bielefeld und auf den Autobahnen in OWL die Geschwindigkeit überwacht. Diese Maßnahmen liefen am Mittwochmorgen (05.06.) um 06.00 Uhr aus. Nach den bereits vorangegangen und erfolgreichen drei Blitzmarathons war auch dieser Vierte wieder ein weiterer Baustein der Strategie für mehr Verkehrsicherheit auf Bielefelder Straßen. Die Aktion gehört zu der langfristigen Kampagne 'Brems Dich - rette Leben!' Ziel dabei ist nach wie vor eine Reduzierung von Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten, denn die "Geschwindigkeit ist der Killer Nummer 1" auf den Straßen. Die Polizei und die Kommunen hatten deshalb die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen bereits erhöht. Jedoch reicht offensichtlich ein starker Kontrolldruck allein nicht aus, deswegen sollen diese Aktionstage die Menschen immer wieder wach rütteln. Der Blitzmarathon IV wurde wie im vergangenen Jahr auch wieder im benachbarten Niedersachen und jetzt auch in Bayern durchgeführt. Neu war dieses Mal, dass sich die Polizei im Rahmen der Aktion auch um die Radfahrer gekümmert hat. Zu schnelles und rücksichtsloses Autofahren, aber auch eigenes Fehlverhalten führte häufig zu schweren Radunfällen. Rasen, zugeparkte Radwege und Abbiegen, ohne auf Andere zu achten gefährden gerade in den Städten die Radfahrer. Doch auch den Radlern wurde von der Polizei deutlich gemacht, dass das Einhalten von Regeln sie selbst schützt. Die Polizei nutzte diesen Blitzmarathon um alle Verkehrsteilnehmer für diese Problematik zu sensibilisieren. Insgesamt gab es 36 Kontrollstellen der Bielefelder Polizei (Stadt und BAB), die in den Medien vorab veröffentlicht wurden. Im Stadtbezirk von Bielefeld und auf den Autobahnen in OWL wurden in 24 Stunden mit ca. 86 Polizeibeamten(innen) 806 Fahrzeuge mit zu hoher Geschwindigkeit gemessen. Spitzenreiter waren Pkw-Fahrer mit einer 94 km/h-Überschreitung in der Stadt bei erlaubten 50 km/h auf der Oldentruper Straße und mit 138 km/h bei erlaubten 60 km/h auf der BAB A 30 in der Baustelle Bünde. 26 Radfahrer fielen bei der Polizeikontrolle auf. Es wurden insgesamt 110 Verwarngelder erhoben. 696 Fahrzeugführer befanden sich im Bereich von Ordnungswidrigkeitenanzeigen. 62 Raser haben ein Fahrverbot zu erwarten. Darüber hinaus wurden 254 sonstige Verstöße wie Gurt, Abstand usw. gegen andere Verkehrsvorschriften festgestellt. Die Betroffenen konnten vor Ort ein Verwarnungsgeld bezahlen bzw. haben nun ein Bußgeldverfahren zu erwarten. Auch die Stadt Bielefeld beteiligte sich an der Aktion. Am stationären Blitzer auf der BAB 2 wurden 401 Fahrzeugführer gemessen, durch kommunale Radarwagen 262. Insgesamt waren 1469 Fahrzeugführer (gemessen von Polizei und Stadt) zu schnell unterwegs. Die Messaktionen in OWL wurden durch das PP Bielefeld koordiniert. Insgesamt waren ca. 360 Polizeibeamte und Polizeibeamtinnen in OWL an ca. 220 Kontrollstellen an dem Einsatz beteiligt. In OWL sind insgesamt 116176 Fahrzeuge kontrolliert worden. 3838 Geschwindigkeitsverstöße führten zu 99 Fahrverboten. Darüber hinaus gab es 168 Radfahrerverstöße in OWL. Fazit: Beim Blitzmarathon III waren 663 Fahrzeugführer zu schnell. Damit haben wir dieses Mal (806 Fahrzeugführer zu schnell) eine Steigerung von mehr als 20. Das Ergebnis zeigt der Polizei, dass sie weiterhin flächendeckende Geschwindigkeitsmessungen vornehmen muss, um die Menschen vor Rasern zu schützen.
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