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(ots) /- SR/ Bielefeld Mitte - Der 48-jährige Bielefelder, der am 17.08.2019 unter Alkoholeinfluss mit einem E-Scooter gestürzt war, muss mit dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen. Die Polizei Bielefeld weist erneut darauf hin, dass für E-Scooter die gleichen Promillegrenzen gelten wie für Autofahrer. Wie berichtet (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12522/4352161) war der Mann mit einem E-Scooter auf der Stapenhorststraße zu Fall gekommen. Ein Atemalkoholtest der Polizei bestätigte den Verdacht, dass der Mann alkoholisiert unterwegs war. Der Führerschein des Bielefelders war noch vor Ort sichergestellt worden. Nach dem Ergebnis der entnommenen Blutprobe muss der E-Scooter-Fahrer nun mit einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen. E-Scooter sind Elektrokleinstfahrzeuge, für die die Promillegrenzen für Kraftfahrzeuge gelten: Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille ein Kraftfahrzeug führt und dabei keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid. Das heißt in aller Regel: 500 Euro, 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkte in Flensburg. Nach Ablauf des Fahrverbotes wird der Führerschein zurückgegeben. Eine Straftat liegt immer dann vor, wenn der Kraftfahrzeugführer trotz einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille und mehr fährt. Auf Ausfallerscheinungen kommt es dabei nicht an. Aber auch bei geringeren Promillewerten ab etwa 0,3 Promille liegt nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat vor, wenn alkoholtypische Ausfallerscheinungen (Schlangenlinienfahrt, alkoholtypischer Unfall) festgestellt wurden. In diesen Fällen droht eine Geldstrafe, bei Wiederholungstätern sogar eine Freiheitsstrafe. Die Fahrerlaubnis wird für mindestens sechs Monate entzogen. Wird aufgrund des Alkohols ein Unfall verursacht, sind es mindestens 12 Monate. Ein absolutes Alkoholverbot besteht für Fahranfänger und junge Fahrer. Wer in der Probezeit oder unter 21 Jahre alt ist und unter der Wirkung von Alkohol fährt, muss 250 Euro Geldbuße zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Zudem wird ein Aufbauseminar verhängt und die Probezeit von zwei auf vier Jahre verlängert.
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