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Reinigungskräfte als Detektive erfolgreich

(ots) - Irgendwann wurde es zwei weiblichen

Reinigungskräften zu bunt. Jeweils am 11.8. und am 25.8.2010 wurden

sie das Opfer eines Gelddiebes. Die beiden Frauen (32 und 34 Jahre

alt) arbeiten in einem Restaurant in Bielefeld-Milse. Während ihrer

Tätigkeit deponierten sie ihre Handtaschen, inklusive Geldbörse und

Bargeld, in einem kleinen Wäscheraum. An den beiden Augusttagen

mussten sie zu ihrem Leidwesen feststellen, dass einem Fall 57 Euro

und im anderen Fall 100 Euro aus den Handtaschen gestohlen wurden.

Gemeinsam mit dem Restaurantinhaber kam man schnell zu der

Erkenntnis, dass ein bestimmter Wäschefirmen-Fahrer, der für den

Austausch der Schmutz/Frisch-Wäsche zuständig ist, nur als Dieb in

Betracht kam.

Mit detektivischer Gründlichkeit legte man dem Dieb eine Falle.

Zwei 20 Euro Scheine wurden individuell markiert und als

Sahnehäubchen deponierte man ein Handy mit Videofunktion direkt neben

einer im Wäscheraum abgelegten Handtasche.

Wie angekündigt erschien am Mittwoch (8.9.10), um 12.15 Uhr, der

verdächtige Fahrer und die Frauen und der Inhaber legten sich auf die

Lauer.

Nachdem der Fahrer seine "Arbeit" verrichtet hatte und wieder von

dannen gefahren war, nahm man den "Tatort" in Augenschein.

Zunächst gab einen Rückschlag. Auf dem Handy war nichts zu sehen, da

der Dieb das Licht im Wäscheraum ausgeschaltet hatte und man nur eine

Rascheln hören konnte. Jedoch stellten die Detektive fest, dass das

präparierte Geld verschwunden war. Ein Anruf des Inhabers beim Chef

der Wäschefirma im Raum Osnabrück ergab, dass der diebische Fahrer

sich auf dem Firmengelände aufhielt.

Daraufhin wurde die Polizei alarmiert. Diese wiederum setzten ihre

Kollegen in Niedersachsen in Marsch, die den 36jährigen Fahrer vor

Ort dingfest machten.

Bei der Personendurchsuchung fand man tatsächlich einen der

präparierten 20 Euro Scheine. Der zweite war zum Tanken benutzt

worden.

Zu dem professionellen Vorgehen der Amateurermittler kann die

richtige Kripo nur den Hut ziehen. Besser geht´s kaum.

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Veröffentlicht
09. September 2010, 11:17