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Junger Mann springt bei der Bundespolizei aus dem Fenster

(ots) - Am Montagabend (26. Mai 2014) sprang ein 26-jähriger Litauer gegen 19:10 Uhr aus einem Fenster am Berliner Ostbahnhof. Er hatte sich am Nachmittag freiwillig bei der Bundespolizei gemeldet und um Hilfe gebeten.

Bei dem Gespräch mit der Bundespolizei machte er Angaben zu einer Straftat im Ausland und Aussagen gegenüber den dortigen Behörden. In der Folge werde der Polizeipflichtige nun bedroht und ersucht um Schutz bei deutschen Behörden. Aufgrund der Sprachbarrieren und Unverständlichkeit der gemachten Aussage forderte die Bundespolizei einen Dolmetscher an. Während seines freiwilligen Aufenthaltes in den Räumlichkeiten der Bundespolizei bat der 26-Jährige darum eine Zigaretten rauchen zu können.

Im Rahmen der durchgeführten Befragung verhielt sich der 26-Jährige nicht atypisch, suizidgefährdet oder unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stehend.

Während des Rauchens einer Zigarette im vorgesehenen Raucherraum der Dienststelle in Anwesenheit eines Beamten der Bundespolizei, stieg der junge Mann unvermittelt auf den Fenstersims eines geöffneten Fensters. Er drohte zu springen, da ihm nach seiner Aussage "keiner Glauben schenke und die Polizei wie in seinem Heimatland der Mafia angehöre". Nach Sicherung des Gefahrenbereichs und Bereitlegen eines Sprungkissens durch Kräfte der Feuerwehr stürzte der 26-Jährige im Rahmen der Rettung aus etwa drei bis vier Metern in das Sprungkissen. Er erlitt keine äußeren Verletzungen und wurde in Begleitung der Polizei des Landes Berlin in ein Krankenhaus gebracht. Beamte der Polizei Berlin übernahmen die weitere Befragung des Litauers zum Sachverhalt und eine entsprechende Bewertung der Glaubwürdigkeit der gemachter Aussagen.

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27. Mai 2014, 14:18
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