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Übergang von der Schule in die Lehre Tipps für die Lehrstellensuche Schon während der Schulzeit beschäftigen sich Burschen und Mädels mit der Frage, welcher beruflichen Tätigkeit sie später nachgehen wollen. Doch die Suche nach einer passenden Lehrstelle kann sich für die jungen Menschen manchmal als schwierig erweisen. Anlaufstellen mit Informations- und Beratungsangeboten für Jugendliche sind in dieser Phase von hoher Bedeutung. Der Lehrstellenmarkt ist riesig und genauso vielfältig sind die Möglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler für die Suche nach einer passenden Lehrstelle nutzen können. Fünf Tipps für den Weg zum Traumberuf: 1. Ein Berufslexikon verrät alles, was man über Lehrberufe wissen sollte: Lehrinhalte, berufstypische Tätigkeiten, Lehrlingsentschädigung, Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Der ideale Zeitpunkt für die Nutzung ist gleich zu Beginn der Lehrstellensuche - so kann man früh genug Informationen sammeln. 2. Die Berufsberatung ist meist ein kostenloses Angebot, welches man bei unterschiedlichen Institutionen in Anspruch nehmen kann. 3. Online-Jobbörsen sind aus der Lehrstellensuche nicht mehr wegzudenken. Mit Hilfe von Filterfunktionen gelangt man schnell zu passenden Stellen. Zusätzlich kann in vielen Online-Lehrstellenbörsen ein Bewerberprofil angelegt werden. 4. Auf Jobmessen und Lehrlingsbörsen sind viele Arbeitgeber vertreten. Diese informieren Schüler und Absolventen vor Ort über Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten im jeweiligen Unternehmen. Schüler haben die Chance, potenzielle Lehrbetriebe kennenzulernen, sich im persönlichen Gespräch beim Personaler vorzustellen und sich nach freien Lehrstellen zu erkundigen. 5. Internetpräsenzen: Neben der Unternehmenswebsite verraten auch die Social-Media-Seiten viel über den jeweiligen Betrieb und helfen dabei, sich ein Bild von der zukünftigen Lehrstelle und der Unternehmenskultur zu machen. Auch Tage der offenen Tür oder andere Events werden häufig über Online-Kanäle angekündigt und bieten die Chance, den Lehrbetrieb von innen kennenzulernen und sich mit anderen Lehrlingen auszutauschen. (wwp/aubi-plus)
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Vom knorrigen Ast zur "Frau mit Macken" Beim Bildhauer-Sommerkurs in Neuenothe entstanden vielfältige Skulpturen Sägen, meißeln, schleifen, polieren - das sind die Arbeiten, die die Teilnehmer auf dem alljährlich stattfindenden Sommerkurs der Bildhauerin Ute Hölscher in Neuenothe freiwillig und mit Hingabe verrichten. "Ich habe sofort gesehen, dass in diesem Stamm eine Tänzerin verborgen ist", strahlt Cornelia Höschler aus Reichshof-Welpe. Zuerst grobe Stücke aus dem Holz schlagend, dann raspelnd und später immer feiner schmirgelnd modelliert sie die Skulptur heraus, die sie von Anfang an darin gesehen hat. "Ich habe eigentlich gar kein räumliches Vorstellungsvermögen und kann mich auch nicht an Vorlagen halten. Ich arbeite intuitiv und habe seit meinem ersten Kurs vor sieben Jahren davon geträumt, einmal etwas mit Olivenholz zu machen", erzählt die Reichshoferin. Den Olivenstamm hat Hölscher von einem Weinhändler aus Frankfurt, der ihn ihr aus Frankreich besorgt hat. Aus dem Oberbergischen dagegen ist der knorrige, von Rissen durchzogene Ast einer gelben Pflaume aus dem Garten der Morsbacherin Monika Schuller: "Das wird einmal eine "Frau mit Macken". Denn auch mit Fehlern kann man schön sein." Für Klaus Koch aus Neuenothe ist es das erste Mal, das er an dem Sommerkurs teilnimmt. Als einziger Mann unter sieben Frauen fühlt er sich sehr wohl. Der ehrenamtliche Schmied im Heimatmuseum Bergneustadt hat ein Stück von einem dort nicht mehr benötigten Eichenklotz mitgebracht, der früher als Unterbau für den Amboss diente: "In jedem Holz steckt etwas drin - man muss es nur sehen." Inspiriert von Erlebnissen auf Sylt formt er jetzt eine Frau daraus, die rückwärts in die Wellen springt. Als Kopf dient entsprechend seinem anderen Hobby natürlich eine geschmiedete Eisenkugel. Doch nicht nur Holz wird in dem Atelier der früheren Hunsheimerin Ute Hölscher verarbeitet, die seit 19 Jahren kontinuierlich fortlaufende Halbtagskurse und seit zehn Jahren in den Ferien zwei einwöchige Sommerkurse anbietet und ihren Wirkungsort seit drei Jahren in die ehemalige Evangelische Kapelle in Neuenothe verlegt hat. Auch verschiedene andere Materialien stehen dort von Schiefermonolithen und Sandstein aus der Eifel über Speckstein, Alabaster und Muschelkalk bis hin zu Beton zur Auswahl. Hildegard Bins aus Morsbach formt in dem von Blumen und Pflanzen geprägten Freiluftatelier vor dem Haus eine Vogeltränke aus Rüthener Sandstein aus dem Sauerland. Die Besonderheit dieses Steins ist sein Farbwechsel von grau nach grün je nach Feuchtigkeit. Obenauf sitzen drei schwarze Wachsvögel, die sie als Vorlage für den späteren Sandformguss mit Bronze gestaltet hat. Körperliche Arbeit macht hungrig und deshalb gibt es mittags ein Büffet, zu dem jeder etwas mitbringt. "So kommen Körper und Geist in Einklang", meint Margot Meier aus Bergneustadt dazu. "Auf diese Weise wird es ein richtiger Künstler-Gourmet-Kurs." Sie hält dabei einen schön gemaserten Stein in der Hand, den sie bei einem Urlaub an der kurischen Nehrung gefunden hat. Für ihn formt sie ein Bett aus weißem Marmor, das die Maserung übernimmt. Mit einem Seil umschlungen bilden beide zusammen das Werk "Eng verbunden" als eine Hommage an die litauische Halbinsel und die Geschenke der Natur. Meier nimmt jetzt zum 10. Mal an diesem Wochenkurs teil. Sie schätzt das freie Arbeiten unter der Kursleiterin und gleichzeitig ihre einfühlsame Unterstützung. Ute Hölscher ist aber nicht nur Kursleiterin und Kunstlehrerin an der Gesamtschule in Gummersbach-Derschlag, sondern auch selbst kreativ. Gerade erst hat sie eine wunderschöne Zedernholzbüste auf einem Udelfanger Sandstein fertiggestellt, deren Maserung sich harmonisch in der Struktur des Steins fortsetzt. mk
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