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(ots) /- Die Stadt Bergisch Gladbach beabsichtigt bis Ende 2019 ein neues, flächendeckendes Netz an Sirenanlagen zur Warnung der Bevölkerung für den Fall von Großschadensereignissen und Katastrophen zu errichten. Bis in die 1990er Jahre hinein kam in Deutschland ein flächendeckendes Sirenensystem zum Einsatz, welches durch den Bund finanziert und unterhalten wurde. Mit dem Ende des "kalten Krieges" und der damit verbundenen veränderten Bedrohungslage entschied sich der Bund, die Sirenenwarnung aufzugeben. Vielerorts wurde darauf verzichtet, die veraltete Technik weiter in Betrieb zu halten. Wie sich nach einer Bestandsaufnahme im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach herausstellte, sind Sirenenanlagen teilweise nicht mehr vorhanden oder in einem so schlechten und veralteten Zustand, dass nur eine komplette Neuinstallation Abhilfe schaffen kann. Die Stadt Bergisch Gladbach hat sich im Rahmen des Projektes "Warnung der Bevölkerung" mit einer Vielzahl von Warnsystemen beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dass sich letztlich die Warnung mittels Sirenenanlagen für die Stadt Bergisch Gladbach als am geeignetsten darstellt. Bei anderen Systemen wie Durchsagen mittels Warnfahrzeugen oder Hubschraubern, Funkuhren, Rauchmeldern, Internet oder Handys überwiegen die Nachteile. Diese sind insbesondere der hohe Personalbedarf bei mobilen Warnanlagen und die Abhängigkeit von funktionierender Infrastrukutur wie Strom oder Internet bei Warnung mittels moderner Kommunikationsmedien. Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung sowie der örtlichen Rahmenbedingungen wie z.B. Topografie des Stadtgebietes wurde zur Unterstützung der Fachleute der Feuerwehr ein Ingenieurbüro mit der Umsetzung der Planung und Beauftragung des Warnsystems für Bergisch Gladbach betraut. Die Angebotsabgabe im Rahmen der nationalen Ausschreibung ist für Mitte Dezember 2018 festgelegt. Die Errichtung der Sirenenanlagen beginnt nach Auftragsvergabe Anfang 2019 und wird Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Sirenen werden zumeist auf städtischen Gebäuden errichtet. Die Standorte wurden im Rahmen des Projektes ausgewählt und gewährleisten eine bestmögliche Reichweite im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach. Insgesamt sind 19 Sirenenanlagen geplant, die im Endausbau einzeln oder gesamt durch Feuerwehr oder Kreis ausgelöst werden können. Die Anlagen erhalten eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und können über den Behördenfunk der Feuerwehr ausgelöst werden. Eine manuelle Auslösung vor Ort ist ebenfalls gewährleistet. Die Finanzierung der Anlagen erfolgt mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 90.000 Euro. Regelmäßige Probealarme werden sukzessive eingeführt. Die Errichtung der Anlage verbessert die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Bergisch Gladbach erheblich. Im Falle von Großschadenslagen oder Katastrophen besteht eine erheblich schnellere und effektivere Warnung Betroffener. Gemeinsam mit zusätzlichen überregionalen Warnmöglichkeiten wie z.B. mittels der Warn-App "NINA" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, den eigenen Kanälen von Stadt und Feuerwehr in den sozialen Netzwerken sowie den regionalen Radiosendern sind wir überzeugt, unserer Verpflichtung zur optimalen Warnung und Information der Bevölkerung im Schadensfall nachzukommen. Am Samstag, den 24.11.2018 werden in der Zeit von 10:00 Uhr bis 10:15 Uhr die vorhandenen Sirenen im Rheinisch-Bergischen Kreis getestet. Es besteht also die Möglichkeit, dass Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergisch Gladbach aus anderen Kommunen eine Sirenenwarnung feststellen.
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