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Offizielle Einweihung

Neues Feuerwehrfahrzeug und neue Drehleiter für den Löschzug Kaster/Königshoven

Am Freitag, den 02. Dezember 2016, war es endlich soweit: Die neue Drehleiter (DLK) und der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) wurden offiziell eingeweiht. Viele Mitglieder der Jugendfeuerwehr, der aktiven Wehr sowie der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr des Löschzuges Kaster/Königshoven waren der Einladung der Stadt gefolgt.

Es handelt sich in beiden Fällen um eine Ersatzbeschaffung von Bestandsfahrzeugen, die Grundlage resultiert aus dem sogenannten Fahrzeugkonzept, das der Arbeitskreis Brandschutz im Rahmen der Aktualisierung des Brandschutzbedarfsplanes durch den Rat der Stadt Bedburg im Oktober 2013 auf den Weg gebracht hat. Die Kosten betragen für die DLK ziemlich genau 650.000 Euro und für den MTW ziemlich genau 50.000 Euro, in Summe also 700.000 Euro.

Die neue Drehleiter

Die DLK ersetzt die mittlerweile über 20 Jahre alte Drehleiter. Nicht nur äußerlich ein sehr deutlicher Unterschied, vor allem in der Technik ist das neue Schmuckstück erheblich ausgereifter und auf dem modernsten Stand.

Der Einsatzbereich der neuen DLK erstreckt sich auf das ganze Stadtgebiet, hierbei vorrangig zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges bei Brandeinsätzen in Wohngebäuden, wie auch zur sonstigen Rettung und Bergung aus Höhen und Tiefen. Weiterhin findet sie Anwendung bei Brandeinsätzen als Angriffs- oder Rückzugsweg der eingesetzten Trupps oder zum Löschen (z. B. mit einem Wenderohr), bei der technischen Hilfeleistung wie z. B. bei Sturmeinsätzen oder auch bei Hochbau- und Tiefbauunfällen, Beleuchtung von Einsatzstellen, Vornahme von Belüftungsgeräten bis hin zum Anheben schwerer Lasten.

Das neue Fahrzeug verfügt über alle für den Einsatzbereich der Stadt Bedburg erforderlichen Grund- und Zusatzausstattungen. Angefangen von einer Krankentragenlagerung zur Rettung von liegenden

Bei der DLK besonders auffällig und sehr gut durchdacht ist das gesamte Lichtkonzept. Die Seiten- und Podiumsbeleuchtung sieht nicht nur einfach gut aus, Sinn und Zweck sind in der Arbeitsplatzbeleuchtung begründet, dass schafft Sicherheit und mindert Unfallgefahren. Der äußerst positive Nebeneffekt ist hier das tolle Aussehen, die Nachbarwehren beneiden den Löschzug bereits darum.

Zur Technik

Neu ist der abknickbare Teil der Leiterspitze, welcher einsatztaktisch an vielen Einsatzstellen einen großen Vorteil bringt. So kann die Drehleiter z.B. über Hausdächer hinweg eingesetzt werden, auch die Rettung aus Gruben und Schächten wird vereinfacht. Die Leiter hat eine Länge von 32 Meter und erreicht damit die von der Norm geforderte Rettungshöhe von 23 Metern bei einer Entfernung von 12 Metern vom Objekt. Der Rettungskorb kann ein maximales Einsatzgewicht von 500 Kilogramm bewegen - die "Alte" schaffte gerade mal 270 Kilogramm.

Der Korb ist während der Fahrt bereits an der Leiterspitze fest, was zu einer Einschränkung der Sicht führt. Auch das Blaulicht wird schlechter gesehen. Um dies zu verhindern, wurden sowohl am Korbboden als auch an den Seiten und am Fahrzeug vorne weitere Blitzer montiert. Besonders imposant ist das montierte Tiefenhorn (Schiffshupe), welches zur weiteren Sicherheit der Einsatzkräfte angebracht wurde. Zur Entlastung der Fahrer und damit auch zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurde beim Fahrzeug auch ein vollautomatisches Getriebe eingebaut, das Martinshorn kann mittels Fußtaster bedient werden.

Abnahme im September

Am 19. September erfolgte die technische Abnahme durch den Leiter der Feuerwehr. In den beiden Folgetagen erfolgte eine gründliche Ersteinweisung in die umfangreiche Technik der Drehleiter durch vier weitere Aktive des Löschzuges sowie Feuerwehrleiter Guido Garbe in Karlsruhe. Danach durfte sich die neue Leiter auf den Weg nach Hause machen, dort wurde sie sehnsüchtig erwartet.

Bürgermeister Solbach bedankte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei den Kameraden Willi Seidelmeyer, Andreas Seidelmeyer, Matthias Hahn und Dirk Irmen, die den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Guido Garbe, begleitet und zwei Tage ihrer privaten Zeit für die Feuerwehr geopfert haben.

"Besonders zu erwähnen ist hierbei noch die Tatsache, dass dieser Personenkreis auch in der Folge noch viel Zeit geopfert hat, um die Kameraden am Standort in die umfangreiche neue Technik einzuweisen. Deutlich wird hier wieder das besondere Engagement der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Ich kann mich dafür nur aller herzlichst bedanken", so Solbach weiter.

Der neue Mannschaftstransportwagen

Auf Grund von erheblichen Rostschäden an tragenden Teilen des Fahrzeuges musste das alte MTW früher als geplant außer Dienst gestellt werden. Da die Mittel bereits planmäßig für eine Ersatzbeschaffung vorgesehen waren, konnte diese auch sofort gestartet werden.

Der neue Mannschaftstransportwagen dient im Grundsatz dem Transport von neun Einsatzkräften, ermöglicht aber auch die Unterbringung von einsatztaktischem Gerät wie Feuerlöscher und Gerätschaften zur Verkehrsabsicherung. Weiterhin ist er ausgestattet mit Digitalfunk, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Heckwarneinrichtung und der Sonderrechtsanlage mit der Möglichkeit, Warnungen der Bevölkerung vom Band oder "manuell" durchzusagen. Auch das Äußere passt in das neue Bedburger Beklebungs-Konzept und macht was her. An der Konzeption des Fahrzeuges waren ebenfalls Matthias Hahn, Andreas Seidelmeyer und Guido Garbe beteiligt - Vielen Dank hierfür!

Erteilung des kirchlichen Segens

Es ist gute Tradition, neuen Feuerwehrfahrzeugen einen kirchlichen Segen zu erteilen. Dies übernahmen am Tag der Einweihung Pfarrer Dr. Wolter und Pfarrer Gebhard Müller.

Im Anschluss an die Zeremonie bedankte sich Bürgermeister Solbach nochmals ganz besonders bei den Mitgliedern des Löschzuges Kaster/Königshoven unter der Leitung von Löschzugführer Willi Seidelmeyer. "Sie, wie auch die Mitglieder der anderen Löschzüge, setzen sich unermüdlich für unsere Gesellschaft ein. Auch wenn das mittlerweile abgedroschen klingen mag, ich möchte Ihnen allen von Herzen hierfür danken. Diesen Dank spreche ich auch im Namen aller Bedburger Bürgerinnen und Bürger aus. Das kann man nicht oft genug zum Ausdruck bringen. Ich wünsche Ihnen von Herzen immer eine "Gute Fahrt" und kommen Sie stets gesund nach Hause", so Solbach.

Weitere Informationen:

http://www.feuerwehr-bedburg.de , info@feuerwehr-bedburg.de

Zahlreiche Gäste erschienen zur offiziellen Einweihung.

In der Nacht ist das Fahrzeug gut sichtbar.

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Veröffentlicht
16. Dezember 2016, 00:00
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