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Eine neue Stadt im rheinischen Revier

Zwischen Bedburg, Bergheim und Elsdorf entsteht auf 20 Hektar eine neue Stadt direkt neben dem interkommunalen Gewerbegebiet „terra nova"

Diskussionen über eine neu entstehende Stadt im rheinischen Revier wurden zuletzt auf verschiedenen politischen Ebenen geführt. Im Städtedreieck Bedburg - Bergheim - Elsdorf werden nun mit einem innovativen Projekt Fakten geschaffen.

Direkt neben dem bereits bestehenden interkommunalen Gewerbegebiet „terra nova", das bereits jetzt von den drei Städten gemeinsam betrieben wird, entsteht ein Neubaugebiet über 20 Hektar. Das weitläufige Neubaugebiet erhält Flächen, die bislang zum Stadtgebiet von Bergheim, Elsdorf und Bedburg gehörten und soll zukünftig als eigene Stadt geführt werden.

„Großstädte wie Köln und das direkte Umland haben für Wohnen und Gewerbe keine freien Flächen mehr. Den daraus resultierenden Effekt auf unsere Region wollen wir gezielt auffangen", betont Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach. Sein Elsdorfer Amtskollege Andreas Heller ergänzt: „Mit diesem Vorzeigeprojekt gestalten wir aktiv den Strukturwandel in unserer Stadt. Wir schaffen Wohnraum in attraktiver Lage. Ich danke unseren beiden Nachbarstädten für die gute und kooperative Zusammenarbeit."

Durch den Verzicht auf jeweils einen kleinen Teil des eigenen Stadtgebietes werden Bergheim, Bedburg und Elsdorf finanziell an den Grund- und Gewerbesteuereinnahmen der neuen Stadt beteiligt. Die avisierte Fläche liegt unweit der A61 zwischen Kirdorf, Glesch und dem zu Elsdorf gehörenden Gut Ohndorf.

Besonders eindrucksvoll in der neugeplanten Stadt ist dabei auch die harmonische Einbettung von Wohnen und Gewerbe in direkter Nachbarschaft. Hierzu erklärt Volker Mießeler, Dezernent der Kreisstadt Bergheim: „Der Fokus des interkommunalen Gewerbegebiets liegt insbesondere auf klima-optimiertem, ökologischem Gewerbe. Daher wird die Wohnqualität im direkten Umfeld in keiner Weise beeinträchtigt. Auch für die Ortsteile Glesch und Paffendorf entstehen Vorteile, da nun in direkter Nähe neue Bauparzellen entstehen."

Die Änderungen des Flächennutzungsplanes sind bereits von allen beteiligten Städten in Form eines Eilantrages an die Bezirksregierung gestellt worden. Nach Abschluss des Verfahrens könnte bei optimalem Verlauf bereits Ende des Jahres mit den Erschließungsarbeiten für das neue Areal begonnen werden.

Die Stadtgründung wird derzeit durch das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen vorbereitet. In Anlehnung an die beteiligten Nachbarkommunen soll die neue Stadt „Neu-Elsburgheim" heißen. Durch Verwaltung und Politik werden außerdem keine zusätzlichen Kosten verursacht. Die Bürgermeister sowie die Stadträte der drei beteiligten Nachbarstädte sollen jährlich wechselnd auch die Geschicke der neuen Stadt leiten. Für Einwohner der neuen Stadt entsteht eine besonders bürgerfreundliche Situation. Mit ihren Anliegen können sie die Verwaltungen aller drei Städte ansteuern und frei auswählen.

Der formelle Beschluss zu der neu entstehenden Stadt wird voraussichtlich im September nach Genehmigung durch Bezirksregierung und Innenministerium offiziell von den drei Städten unterzeichnet.

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Veröffentlicht
08. April 2017, 00:00
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