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Berufsfeuerwehrtag Jugendfeuerwehr Stadt Lichtenau

Einmal mit Blaulichtgewitter und Martinshorn zum Einsatz fahren; ein Wunsch jedes Teenagers der Jugendfeuerwehr. An diesem Wochenende war es soweit: Die Leitung der Jugendfeuerwehr der Stadt Lichtenau - Jörn Dege & Patrick Gerlach vom Löschzug Lichtenau - sowie die Betreuer und Ausbilder des Stadtgebiets Lichtenau machten es möglich. Zusammen ist der Berufsfeuerwehrtag für den 16. bis 17. Juni organisiert worden. Aber was genau ist überhaupt ein Berufsjugendfeuerwehrtag?! An diesem Tag haben die Jugendlichen die Chance, einmal selber die Verantwortung und vor allem auch die Abwicklung eines Einsatzes zu übernehmen. Die Ausbilder überlegen sich in Zusammenarbeit mit den einzelnen Löschgruppen der Stadt Lichtenau die unterschiedlichsten Einsatzszenarien aus den Themengebieten Brand- und Löschlehre sowie Technische Hilfeleistungen, die die Jugendlichen dann mit ihrem erlernten Wissen aus den Dienstabenden bewältigen müssen. Der diesjährige Berufsfeuerwehrtag fand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenau statt. Am Freitag Abend traten die 23 Jugendlichen, Jungen und Mädchen, mit Isomatten, Feldbetten und Schlafsäcken zu ihrem Dienst an, der bis zum nächsten Tag am frühen Nachmittag andauerte. Innerhalb diesen Zeitraums sind die Jugendlichen über Lautsprecher zu ihren Einsätzen alarmiert worden. Die Lautsprecher symbolisierten in diesem Fall den Melder, die die Freiwilligen Feuerwehrleute der aktiven Wehr zur Alarmierung immer bei sich tragen. Nach der Alarmierung sind die Fahrzeuge besetzt worden und los ging es. Mit einem Waldbrand in Kleinenberg starteten die Kids durch. Ihre Aufregung ist auch durch einen Folgeeinsatz auf dem Rückweg ins Lichtenauer Gerätehaus nicht gebremst worden. Am späten Abend sind direkt zwei Einsätze parallel bearbeitet worden. Eine Gruppe der Jugendlichen bekämpfte in Atteln einen Mülleimerbrand während eine weitere Gruppe am Sportplatz in Lichtenau eine verletzte Person eine Böschung hinunter retten musste. Nach einer ruhigen Nacht sind die Jugendlichen zu einer Ölspur bzw. einem Technischen Hilfeeinsatz - verletzte Person unterm Auto - aus dem Schlaf geholt worden. Kurz vor dem Mittagessen ging der Pulsschlag nochmals höher, als ein Flugzeugabsturz in Waldnähe gemeldet worden ist. Brennendes Fett in Ölwannen simulierten runtergefallene Wrackteile und Kerosin des Flugzeugs. Für die Löscharbeiten kam hier das neue TLF 4000 des Löschzuges Atteln zum Einsatz, das im sog. Pump and Roll Betrieb, d.h. während der Fahrt, den Waldrand ablöschte.

Auch der diesjährige Berufsjugendfeuerwehrtag war wieder ein abwechslungs- und erfolgreiches Ereignis, an dem nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Ausbilder viel Freude zeigten.

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Veröffentlicht
07. Juli 2017, 00:00