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22. Januar 2010, 12:36
Polizeidirektion Bad Segeberg
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Bad Segeberg - Ermittlungserfolg der EG "Jugend"

(ots) -

Die Ermittlungsgruppe "Jugend" hat drei junge Männer ermittelt, die im

Herbst des vergangenen Jahres zahlreiche Handyverträge missbräuchlich

abgeschlossen haben. Die auf diese Art erhaltenen Handys verkauften

sie dann und teilten den Erlös unter sich auf.

Die 15, 18 und 20 Jahre alten Intensivtäter, die aus dem Raum Bad

Segeberg stammen, gingen dabei immer auf gleiche Art vor:

Sie stifteten andere Jugendliche an, Handyverträge bei

unterschiedlichen Mobilfunkunternehmen abzuschließen. Nachdem dann

Handys ausgehändigt wurden, nahm man die SIM-Karte an sich und

verkaufte das Handy in Second-Hand Shops.

Der Erlös wurde dann geteilt.

Mit der SIM-Karte wurde dann so lange telefoniert, bis sie vom

Netzbetreiber gesperrt wurde.

In zwei weiteren Fällen nahmen sie augenscheinlich betrunkene Personen

mit und boten ihnen an, sie nach Hause zu fahren. Unter dem Vorwand,

Zigaretten holen oder tanken zu wollen, erlangten sie Papiere und

EC-Karte.

Dann wurden mit diesen Dokumenten Verträge für Handys abgeschlossen.

In einem Fall wurde ein alkoholisierter Jugendlicher ebenfalls im Auto

mitgenommen und im Bereich Leezen brutal ausgeraubt.

Die so erlangten Papiere wurden ebenfalls zum Abschluss von Verträgen

genutzt.

Im Zuge einer dieser Taten, die sich Ende September ereignete,

erlangten die Ermittler Hinweise, die auf die Spur der drei

Tatverdächtigen führten.

Intensive Vernehmungen im Umfeld sowie akribische Spurensuche führten

letztendlich dazu, dass das Trio überführt wurde.

Weitere Ermittlungen führten dazu, dass eine Serie von

Kennzeichendiebstählen im Raum Segeberg geklärt wurde. Die Beamten

gehen davon aus, dass die jungen Männer ebenfalls für sieben Taten

verantwortlich sein dürfen.

Die gestohlenen Kennzeichen hatten sie an ihren Fahrzeugen angebracht

und dann in Neumünster, Norderstedt, Bad Segeberg und Bad Oldesloe

getankt, ohne zu bezahlen.

Der 15-Jährige und der 20-Jährige wurden inzwischen auf Antrag der

Staatsanwaltschaft Kiel dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete die

Untersuchungshaft der beiden Täter an, so dass sie in eine

Justizvollzugsanstalt überführt wurden.

Die U-Haft des 15-jährigen wurde nach einer eingelegten Beschwerde

richterlich bestätigt.

Die Ermittlungen der EG Jugend bei der Kripo Segeberg dauern an. Die

Ermittler gehen davon aus, dass über 30 Handyverträge bei

unterschiedlichen Mobilfunkbetreibern abgeschlossen wurden.

Der dadurch entstandene Schaden wird auf etwa 35 000 Euro geschätzt.

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